Vertrag bis 2040

11. Oktober 2018 19:28; Akt: 11.10.2018 19:29 Print

BMW investiert Milliarden in China

Als erster deutscher Autobauer übernimmt BMW in China eine Mehrheit von 75 Prozent an seinem lokalen Joint Venture. Die Münchner bauen außerdem ein neues Werk.

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Zukunftsträchtiger Spatenstich in China. (Bild: DPA)

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BMW investiert insgesamt mehr als 6,6 Milliarden Euro in China. Der Münchner Autokonzern übernimmt allein für 3,6 Milliarden Euro die Mehrheit von 75 Prozent an seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Partner Brilliance.

Die Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten am Donnerstag in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. In den nächsten drei Jahren sollen ferner mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau der Produktion auf dem weltweit größten Automarkt fließen. Mit einem neuen Werk wird die Kapazität am Standort Tiexi verdoppelt.

Aktie verliert dennoch

Bei der Feier zum 15-jährigen Bestehen des Joint Ventures in Shenyang (Provinz Liaoning) wurde der Vertrag zugleich vorzeitig um 22 Jahre bis 2040 verlängert. Die Übernahme der Mehrheit muss von den Behörden und den Brilliance-Aktionären noch gebilligt werden. Allerdings hatte die chinesische Regierung schon frühzeitig signalisiert, dass sie den Ausbau der Anteile von BMW an dem Gemeinschaftsunternehmen begrüßt.

Die BMW-Aktie verlor am Mittag in einem schwachen Markt knapp 1,7 Prozent, lag damit aber noch besser als die Rivalen Daimler und Volkswagen sowie die europäische Autobranche.

Starkes Wachstum

Bisher hat noch kein deutscher Autobauer in der Volksrepublik einen derart großen Anteil an seinem lokalen Joint Venture. Bis zum Frühjahr hatte auch noch eine Begrenzung von 50 Prozent gegolten. «Wir setzen unsere Wachstumsstrategie für China konsequent um», sagte BMW-Chef Harald Krüger. «Mit kontinuierlichen Investitionen sowie der Entwicklung und Produktion elektrischer Fahrzeuge unterstreichen wir Chinas Bedeutung als dynamischen Wachstumsmarkt für uns.»

BMW baut seit 2003 zusammen mit Brilliance in Shenyang Autos. Bisher hielten die Münchner 50 Prozent und Brilliance 40,5 Prozent. Die restlichen 9,5 Prozent liegen bei der Stadt Shenyang. Der bayerische Autobauer hat 2017 in China rund 560.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Der Absatz stieg in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr rollten in den beiden Werken in Tiexi und dem benachbarten Dadong rund 400.000 Autos vom Band - ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(L'essentiel/dpa)

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