737 Max

19. Februar 2020 07:35; Akt: 19.02.2020 07:39 Print

Boeing findet Fremdkörper im Tank des Krisenjets

Der US-Luftfahrtkonzern hat beim Flugzeug 737 Max ein weiteres Problem ausgemacht.

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Der angeschlagene US-Luftfahrtkonzern Boeing ist bei seinem nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 Max auf ein neues Problem gestoßen. Während Wartungsarbeiten wurden in Treibstofftanks einiger Maschinen, die derzeit zwischengelagert werden, Fremdkörper gefunden.

Das teilte Boeing am Dienstag mit. Man habe eine umfassende interne Untersuchung und sofortige Korrekturen im Produktionssystem eingeleitet.

Boeing hatte zahlreiche 737-Max-Jets auf Halde produziert, die wegen des Flugverbots bislang nicht ausgeliefert werden konnten. Der Konzern rechnet aber nach eigenen Angaben trotz der nun angekündigten Inspektionen weiter damit, dass die 737 Max Mitte des Jahres wieder für den Flugbetrieb zugelassen wird.

Der bestverkaufte Flugzeugtyp des amerikanischen Flugzeugherstellers darf seit Mitte März 2019 wegen der Abstürze mit insgesamt 346 Toten nicht mehr abheben. Als entscheidende Ursache der Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Flugzeuge.

Dieses Problem hatte Boeing eigentlich längst per Software-Update behoben haben wollen. Doch die Freigabe durch die Aufsichtsbehörden liegt noch immer nicht vor.

«Absolut inakzeptabel»

In einem Memo an die Mitarbeiter bezeichnete Boeings 737-Produktionsmanager Mark Jenks den Fund der Teile in den Treibstofftanks der zwischengelagerten Flugzeuge als «absolut inakzeptabel». In Boeings Werk in Renton nahe Seattle seien bereits neue Arbeitsabläufe mit aktualisierten Instruktionen und zusätzlichen Prüfungen eingeführt worden, um das Problem abzustellen.

Die gefundenen Teile wurden als «foreign object debris» bezeichnet – demnach könnte es sich um Unrat wie Reste von Bauteilen oder von Arbeitern zurückgelassene Werkzeuge handeln. Dieses Problem hatte Boeing in der Vergangenheit schon bei anderen Modellen wie dem Tankflugzeug KC-46.

Schon zuvor Berichte über Produktionsmängel

Berichte über solche Produktionsmängel hatten den Flugzeugersteller im vergangenen Jahr auch schon hinsichtlich des Langstreckenjets 787 «Dreamliner» unter Druck gebracht. So berichtete die «New York Times» von Sicherheitsrisiken im Boeing-Werk in North Charleston, auch hier sollen Fremdkörper in Flugzeugen gefunden worden seien. Unter anderem seien etwa Metallspäne nicht ordentlich beseitigt und defekte Teile in den Fliegern installiert worden. Die Zeitung berief sich auf Hunderte Seiten an internen E-Mails, Dokumente des Unternehmens und Unterlagen von Behörden sowie Interviews mit über einem Dutzend Mitarbeitern. Boeing hatte die Vorwürfe damals allerdings entschieden zurückgewiesen.

(L'essentiel/chk/sda)

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  • jimbo am 19.02.2020 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss mei gespuert ginn vir mei Gewënn ze machen...

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  • jimbo am 19.02.2020 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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