Deutschland

25. September 2019 08:19; Akt: 25.09.2019 08:19 Print

Condor erhält 380 Millionen vom Staat

Der deutsche Ferienflieger bleibt in der Luft. Dank eines Millionenkredits des deutschen Staates kann Condor auf Rettung hoffen.

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Der deutsche Ferienflieger hofft dank des Millionenkredits weiterhin starten zu können: Condor-Maschine hebt in Düsseldorf ab. (23. September 2019) (Bild: Roland Weihrauch)

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Der Ferienflieger Condor kann nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Thomas Cook dank eines 380-Millionenkredits des deutschen Staates auf Rettung hoffen. Tausende Feriengäste und Beschäftigte können damit vorerst aufatmen.

Die deutsche Regierung und das Land Hessen gaben der Airline am Dienstagabend die Zusage über eine Bürgschaft für einen sechsmonatigen Überbrückungskredit. Mit dem sogenannten Maßedarlehen von 380 Millionen Euro bekommt der Ferienflieger auch finanziellen Spielraum, um sich möglicherweise von der britischen Muttergesellschaft zu lösen. Das Bundesland Hessen betont, dass sich das Unternehmen nun ohne Thomas Cook neu aufstellen müsse. Condor spricht bereits mit möglichen Kaufinteressenten.

Tausende Jobs

«Die Bundesregierung hat heute entschieden, der Condor Flugdienst GmbH mit Sitz in Hessen ein zu 100 Prozent vom Bund garantiertes KfW-Darlehen als Maßedarlehen in Höhe von 380 Millionen zu gewähren», teilte der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit. Er sieht damit eine Grundlage für eine gute Perspektive für den Ferienflieger. Es gebe die Möglichkeit, «viele» der fast 5000 Jobs bei Condor dauerhaft zu erhalten, sagte er in Berlin.

Zunächst müsse die EU-Kommission aber eine entsprechende Prüfung abschließen, hieß es. «Der Überbrückungskredit steht noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung.» Man sei dazu jedoch «in konstruktiven Gesprächen» mit Brüssel, hieß es. Mithilfe des Kredits könne Condor seinen Betrieb aufrechterhalten und sich aus dem Haftungsverbund des Thomas-Cook-Konzerns lösen. Hessen übernimmt eine Bürgschaft über 190 Millionen Euro.

Am Abend hieß es auf dem Twitter-Account des Unternehmens: «Condor fliegt weiter.» Man erhalte einen Überbrückungskredit des Bundes und setze den Betrieb «ganz regulär fort». Die Airline hatte zuvor erklärt, einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens zu stellen. Dies ist eine Besonderheit des deutschen Insolvenzrechts. Damit wolle sich Condor von möglichen Forderungen der britischen Mutter befreien.

(L'essentiel/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • flieg Condor flieg am 25.09.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    wir lassen uns die Fliegerei was kosten auf Kosten der Steuerzahler, koste es was es wolle! ...

  • Kritiker am 25.09.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gelder kommen zwar vom deutschen Staat, aber auf Kosten der Steuerzahler. Condor muß einen guten Draht zur deutschen Bundes- regierung haben, womöglich wurde überhaupt nicht überprüft, aus welchen Gründen Condor in die miß- liche Lage gekommen ist. Einem kleine arbeitenden Häuslebauer würde keine staatliche Hilfe bei Zahlungsnot bekommen!!! Fazit: Die Reichen werden bevorzugt behandelt!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 25.09.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gelder kommen zwar vom deutschen Staat, aber auf Kosten der Steuerzahler. Condor muß einen guten Draht zur deutschen Bundes- regierung haben, womöglich wurde überhaupt nicht überprüft, aus welchen Gründen Condor in die miß- liche Lage gekommen ist. Einem kleine arbeitenden Häuslebauer würde keine staatliche Hilfe bei Zahlungsnot bekommen!!! Fazit: Die Reichen werden bevorzugt behandelt!!!

  • flieg Condor flieg am 25.09.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    wir lassen uns die Fliegerei was kosten auf Kosten der Steuerzahler, koste es was es wolle! ...