Ineffizienz, Stress, Fehler

27. Dezember 2018 15:44; Akt: 27.12.2018 15:48 Print

Das passiert, wenn man alles gleichzeitig macht

Multitasker werden in der Regel für ihre Fähigkeit bewundert. Dabei hat es auch Nachteile, wenn man sich zu viel gleichzeitig vornimmt.

Diese sechs Gründe sprechen gegen Multitasking. (Video: 20M)

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E-Mails beantworten, die Sitzung verfolgen, Notizen machen, Kaffee trinken – und das alles parallel. Insbesondere im Büroalltag wird oft von den Angestellten erwartet, dass sie Multitasking beherrschen. Dabei bringt die Fähigkeit auch erhebliche Nachteile mit sich:

Multitasking macht langsam

Es mag widersprüchlich klingen, aber mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, ist oft weniger effizient, als sich einer einzelnen Aufgabe zu widmen. Das schreibt die American Psychological Association. Auch wenn es sich anfühlt, als würde man sich gleichzeitig auf mehrere Dinge konzentrieren, ist es normalerweise so, dass das Hirn beim Multitasking zwischen den Aufgaben hin- und herspringt.

Multitasking sorgt für Stress

Wer sich beim Erledigen seiner Arbeit von anderen Aufgaben unterbrechen lässt, ist mehr gestresst. Eine Studie der University of California, Irvine zeigt, dass Arbeiter versuchen, den Zeitverlust beim Multitasking zu kompensieren, indem sie schneller arbeiten. Das führt zu mehr Stress, Frustration und Aufwand.

Multitasking erschwert Lernen

Forscher an der University of California, Los Angeles haben festgestellt, dass Multitasking einen negativen Effekt auf die Lernfähigkeit hat. Dinge, die man gelernt hat, während man gleichzeitig anderweitig beschäftigt war, seien weniger flexibel abrufbar. Wer sich im Büro Fähigkeiten aneignen oder in der Vorlesung wichtige Facts merken will, tut also gut daran, sich voll und ganz darauf zu konzentrieren.

Multitasking ist tödlich

Ob man es wahrhaben will oder nicht: Multitasking erhöht die Fehleranfälligkeit. Das sagt etwa Produktivitätsexpertin Julie Morgenstern im Interview mit «Forbes». Bei bestimmten Aufgaben gilt es, die Fehleranfälligkeit so niedrig wie möglich zu halten. Das krasseste Beispiel: Wer beim Autofahren auch noch nebenbei telefoniert, riskiert sein eigenes und andere Menschenleben. Multitasking kann im Extremfall tödlich sein.

Multitasking macht träge

Wissenschaftler raten von Multitasking ab, wenn Personen Aufgaben erledigen, die besonders wichtig sind oder viel Aufmerksamkeit beanspruchen. Der Grund dafür ist, dass Multitasking die Reaktionszeit reduziert. Wenn Konzentration gefragt ist, dürften Multitasker somit träger sein als andere Arbeiter.

Multitasking sorgt für schlechte Essgewohnheiten

Wer gleichzeitig arbeitet und isst, neigt dazu, insgesamt mehr zu essen. Das zeigt eine Studie des «American Journal of Clinical Nutrition». Andererseits könnte man auch komplett vergessen zu essen, wie Fichter von der Kalaidos Fachhochschule sagt. Ernährungspsychologen empfehlen darum, langsam und bewusst zu essen – und nicht nebenbei noch zu arbeiten.

(L'essentiel)

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