Abgasskandal

27. Januar 2017 13:42; Akt: 27.01.2017 13:42 Print

Der ehemalige VW-​​Chef ist unter Betrugsverdacht

In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Martin Winterkorn. Er könnte früher von den Abgasmanipulationen gewusst haben, als bisher gedacht.

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Anfangsverdacht auf Betrug und «strafbare Werbung»: Martin Winterkorn: hier bei einer Anhörung im Bundestag in Berlin. (19. Januar 2017) (Bild: Michael Sohn)

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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig sieht Hinweise dafür, dass der frühere Volkswagen-Chef Martin Winterkorn frühzeitig über die Abgasmanipulationen des Konzerns Bescheid wusste. Es hätten sich «Anhaltspunkte» ergeben, dass Winterkorn «früher als von ihm öffentlich behauptet» informiert gewesen sein könnte, erklärte die Behörde am Freitag. Es bestehe der Anfangsverdacht des Betrugs und der «strafbaren Werbung» nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

Die zusätzlichen Verdachtsmomente gegen Winterkorn ergaben sich laut Staatsanwaltschaft durch die Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten. Auch die Auswertung beschlagnahmter Dateien habe entsprechende Hinweise geliefert.

Hausdurchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft weitete ihre Ermittlungen zum Abgasskandal deutlich aus: Die Zahl der Beschuldigten sei von 21 auf 37 gestiegen, teilte sie mit. In allen Fällen gehe es um den Anfangsverdacht von Betrug und strafbarer Werbung.

In dieser Woche seien insgesamt 28 Objekte in der Region Wolfsburg/Gifhorn/Braunschweig durchsucht worden. Dabei habe es sich sowohl um Dienst- als auch um Privaträume gehandelt.

Winterkorn behauptet bislang, erst im Herbst 2015 von den Manipulationen erfahren zu haben. Volkswagen hatte damals zugeben müssen, bei Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine Software eingebaut zu haben, die bei Tests den Abgasausstoß niedriger ausfallen ließ als im normalen Straßenbetrieb. (rub/afp)

(L'essentiel)

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