EU-Währungskommissar

12. Juli 2020 16:26; Akt: 12.07.2020 16:31 Print

«Die Covid-​​Rezession droht die Euro-​​Zone zu zerreißen»

EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni macht sich Sorgen um die Euro-Zone: Weil die Coronavirus-Krise die wirtschaftlichen Unterschiede schneller verstärke als gedacht.

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Der EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni hat die Staats- und Regierungschefs der EU aufgerufen, sich schnell auf einen Plan zum Wiederaufbau nach der Coronavirus-Krise zu einigen. Dies nahm der Italiener in einem Interview mit der Zeitung Welt vom Samstag vor.

«Wovor wir immer gewarnt haben, bestätigt sich jetzt: Die Covid-Rezession droht die Euro-Zone zu zerreißen», sagte er. Die neue EU-Konjunkturprognose zeige, dass die Coronavirus-Krise die wirtschaftlichen Unterschiede schneller verstärke als gedacht.

« 100 Milliarden sollten ausreichen »

«Die Rezession wird tiefer als erwartet und die Länder im Euro-Raum entwickeln sich wirtschaftlich noch stärker auseinander als noch im Frühjahr prognostiziert», warnte Gentiloni. Doch falls die amtierende EU-Ratspräsidentin und deutsche Kanzlerin Angela Merkel einen Kompromiss vorantreibe, «können wir noch in diesem Monat eine Einigung erzielen».

Großes Interesse sieht Gentiloni am Hilfsprogramm SURE, mit dem die Kommission den EU-Staaten 100 Milliarden Euro Kredite zur Finanzierung von Kurzarbeitsprogrammen bereitstellt. Frankreich, Deutschland und die Niederlande würden wohl keine Anträge einreichen. Doch es gebe Hinweise, dass zwei Drittel der Mitgliedstaaten dieses Programm nutzen wollten. «Wir haben für die Verteilung der Mittel keinen Schlüssel festgelegt, aber die 100 Milliarden sollten ausreichen», sagte Gentiloni.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nico am 13.07.2020 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    sie meinen wohl eher dass die Rezession die Ungleichheit aufzeigt als dass sie es verstärkt. Die Länder die darunter leiden, sind nämlich genau die, die da rein gezwungen wurden. Und es ist nicht zu vergessen, dass wenn von einem Land gesprochen wird, dann sprechen wir von den Bürgern, die sowieso keinen Einfluss darauf hatten. Genau wie wir da einfach reingebracht wurden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nico am 13.07.2020 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    sie meinen wohl eher dass die Rezession die Ungleichheit aufzeigt als dass sie es verstärkt. Die Länder die darunter leiden, sind nämlich genau die, die da rein gezwungen wurden. Und es ist nicht zu vergessen, dass wenn von einem Land gesprochen wird, dann sprechen wir von den Bürgern, die sowieso keinen Einfluss darauf hatten. Genau wie wir da einfach reingebracht wurden.

    • och eng Wourecht am 14.07.2020 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Manche Länder sind an ihren Problemen schon selber schuld und zwar gerade wegen der Bürger. Oder wie ist zu verstehen dass trotz der Corona-Krise die CGT in Frankreich am 17/09/2020 mit der nächsten Streikwelle beginnt anstatt dass alle Sozialpartner die Ärmel raufkrempeln und zusammen anpacken dass das Land sich wieder erholen kann?

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