Produkte verbannt

19. Februar 2018 13:13; Akt: 19.02.2018 18:54 Print

Edeka und Colruyt legen sich mit Nestlé an

Mehrere Lebensmittelketten haben Nestlé den Kampf angesagt und Produkte des Unternehmens aus dem Sortiment genommen. Auch Colruyt ist unter den Protestlern.

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Edeka bietet mit anderen Lebensmittelketten keine Produkte mehr von Nestlé an. (Bild: DPA/Patrick Seeger)

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Im Lebensmittelhandel bahnt sich ein Kampf der Giganten an: Edeka hat nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung damit begonnen, Schritt für Schritt rund 160 Nestlé-Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Der größte deutsche Lebensmittelhändler wolle damit beim weltweit größten Nahrungsmittelhersteller bessere Einkaufskonditionen durchsetzen, berichtete das Fachblatt. Zu den bekanntesten Nestlé-Marken gehören Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza und Vittel.

Edeka und Nestlé wollten den Bericht am Montag auf Anfrage nicht kommentieren. In Branchenkreisen hieß es, beide Seiten ließen die Muskeln spielen, um im Preiswettbewerb die Oberhand zu behalten.

Auch Colruyt macht mit

Edeka agiert in dem Streit mit Nestlé dem Bericht zufolge nicht allein, sondern im Schulterschluss mit den anderen Mitgliedern der europäischen Händlerallianz Agecore: Intermarché, Coop Schweiz, Conad, Eroski und Colruyt. Die Schweizer Handelszeitung zitierte den Coop-Sprecher Urs Meier mit dem Satz: «Wir haben einen Bestellstopp auf über 150 Artikel veranlasst.»

Im Rahmen der regelmäßigen Preisverhandlungen zwischen Händlern und Herstellern sind vorübergehende Auslistungen von Produkten, aber auch die zeitweilige Einstellung der Belieferung durch die Hersteller nicht ungewöhnlich. So suchten Kunden der Supermarktkette Real im Sommer 2015 zeitweise vergeblich nach etlichen Produkten von Dr. Oetker, Nestlé oder Müller Milch. Erst als sich Händler und Hersteller im Streit über die künftigen Lieferkonditionen geeinigt hatten, füllten sich die Regale wieder.

Ein Jahr zuvor hatte der Discounter Lidl Schlagzeilen gemacht, als er Coca Cola für gut zwei Monate aus den Regalen schmiss. Die Begründung damals: «Streit um ein Vermarktungskonzept». Und auch bei anderen Ketten fehlen immer wieder mal bekannte Marken, wenn sich Hersteller und Händler gerade nicht über Konditionen einigen können. «Das gehört zum normalen Geschäft», heißt es in der Branche.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meckerkett am 20.02.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Et geet just em Suen ... keen moraleschen Grond vun Edeka & Co, also wertlos

  • Johny am 20.02.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    as Zwar de falschen Grond me trotzdem gudd daat een deen Genmanipuleiterten Dreck an Gangsterhaft Waaserausbeuter aus dem Regal huet..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Johny am 20.02.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    as Zwar de falschen Grond me trotzdem gudd daat een deen Genmanipuleiterten Dreck an Gangsterhaft Waaserausbeuter aus dem Regal huet..

  • Meckerkett am 20.02.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Et geet just em Suen ... keen moraleschen Grond vun Edeka & Co, also wertlos