US-Strafzölle

06. April 2020 11:59; Akt: 06.04.2020 12:00 Print

EU antwortet mit neuen Zöllen gegen Washington

Als Antwort auf die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium-Exporte verhängt die EU zusätzliche Zölle auf Produkte wie Spielkarten, Feuerzeuge und Plastikabdeckungen für Möbel.

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Die EU verhängt zusätzliche Zölle auf Produkte wie Spielkarten, Feuerzeuge und Plastikabdeckungen für Möbel. (Bild: DPA/Rolf Vennenbernd)

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Die EU-Kommission teilte die neue Maßnahme am Montag in Brüssel mit. Diese sei genau proportional zu der US-Entscheidung vom 8. Februar.

Damals hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump die 2018 verhängten Stahl-Zölle ausgeweitet. Damit wurden Sonderabgaben auch auf Produkte wie Stahlnägel, Heftklammern, Draht und Kabel fällig. Nun verhängt die EU - wie schon nach der ursprünglichen Entscheidung Trumps von 2018 - Gegenmaßnahmen, die in etwa das gleiche Handelsvolumen treffen.

Der Umfang sei relativ begrenzt, teilte die Kommission mit. Die «Ausgleichsmaßnahmen» würden zudem in Übereinstimmung mit den Pflichten der EU unter den Regeln der Welthandelsorganisation WTO verhängt und bei der WTO gemeldet.

Handelsbilanz der USA seit Jahren im Minus

Die derzeitige Corona-Krise zeige, wie wichtig es sei, Handel und Lieferketten aufrecht zu erhalten. Um die Erholung zu unterstützen, erwarte man von den Partnern, unrechtmäßige Zölle aufzuheben, auch die auf Stahl und Aluminium, erklärte die Kommission weiter.

Trump hatte 2018 mit Hinweis auf die nationale Sicherheit die ganze Welt mit Sonderzöllen auf Stahl und Aluminium überzogen. Trump stört sich daran, dass die Handelsbilanz der USA seit Jahren im Minus ist. Er sieht den enormen Saldo als Folge der Politik anderer Länder, die aus seiner Sicht mit unfairen Methoden ihre Exportwirtschaften fördern. Trump macht Druck auf große Handelspartner, damit diese mehr aus den USA importieren.

(L'essentiel/dpa)

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