Währungskurse

23. August 2019 19:25; Akt: 23.08.2019 19:36 Print

Der Euro legt deutlich zu – Dollar unter Druck

Der Euro konnte zum Wochenende vom schwächelnden Dollar profitieren. Nach ein einem Tweet des US-Präsidenten ging der Dollar auf Talfahrt.

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Trump kündigte via Twitter eine Reaktion im Handelsstreit mit China noch für diesen Freitag an. (Bild: DPA/Alex Brandon)

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Der Eurokurs hat am Freitag von einer Schwäche des US-Dollars profitiert und im Gegenzug deutlich zugelegt. Eine neue Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen China und der USA sowie heftige Reaktionen des US-Präsidenten Donald Trump setzten die amerikanische Währung unter Druck. Am Nachmittag stieg der Eurokurs auf ein Tageshoch bei 1,1126 US-Dollar, nachdem er gegen Mittag noch bei 1,1052 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1065 (Donnerstag: 1,1083) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9038 (0,9023) Euro.

Die Regierung in Peking hatte am Nachmittag eine weitere Eskalation im Handelskrieg mit den USA eingeleitet und neue Strafzölle auf US-Waren angekündigt. Allgemein war an den Märkten mit einer Reaktion von China gerechnet worden, nachdem zuvor die US-Regierung höhere Zölle auf chinesische Waren in Aussicht gestellt hatte. US-Präsident Trump reagierte umgehend und kündigte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter eine Gegenreaktion der USA noch an diesem Freitag an.

Auch der Chef der US-Notenbank ist besorgt

Dagegen konnte eine Rede des US-Notenbankchefs die Kurse am Nachmittag kaum bewegen. Powell hatte zwar auf «signifikante Risiken» hingewiesen, gleichzeitig aber auch die günstige Lage der amerikanischen Wirtschaft herausgestellt. Man sei bereit «angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen».

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90453 (0,91150) britische Pfund, 117,79 (118,13) japanische Yen und 1,0893 (1,0905) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1527 Dollar gehandelt. Das waren etwa 28 Dollar mehr als am Vortag.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guy Michels am 26.08.2019 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    China und die USA unterbieten sich mit niedrigen Wechselkursen, um die Exporte anzufeuern. Im Endeffekt kommen wir unter Druck, weil wir mit einem teuren Euro nichts mehr verkauft bekommen. Die tragenden Euro-Länder funktionieren nur mit einem starken Export. Ein starker Euro ist nicht gut für uns, höchstens noch um unser Heizöl in USD einzukaufen.

  • Julie am 26.08.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Trump weiss nicht was er tut, trotzdem die Wirtschaftsweisen und die anderen Politiker wissen es ebenfalls nicht, ihre Antwort auf Probleme ist immer die gleiche : Wachstum, Wachstum ... Dabei geht gerade die Welt an diesem Wachstum zugrunde ! Hier und da hört man den Aufruf lokal zu kaufen, aber genau das ist der positive Effekt vom Handelsstreit, eine Chance für lokales umweltfreundliches produzieren und konsumieren, damit wieder alles ins rechte Lot kommt !

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  • Julie am 26.08.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

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  • Guy Michels am 26.08.2019 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    China und die USA unterbieten sich mit niedrigen Wechselkursen, um die Exporte anzufeuern. Im Endeffekt kommen wir unter Druck, weil wir mit einem teuren Euro nichts mehr verkauft bekommen. Die tragenden Euro-Länder funktionieren nur mit einem starken Export. Ein starker Euro ist nicht gut für uns, höchstens noch um unser Heizöl in USD einzukaufen.