Zahlen auf Rechnung

14. Juli 2020 12:51; Akt: 14.07.2020 12:56 Print

Experten warnen vor Paypal und Klarna

Beim Shopping im Netz zahlen viele die Rechnung über Online-Bazahldienste. Experten mahnen zur Vorsicht: Diese Methode kann schnell zur Mahnungsfalle werden.

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Der Onlinehandel erlebt in der Corona-Krise einen Boom. Viele shoppen im Internet und zahlen die Rechnung über Online-Bazahldienste. Doch jetzt mahnen Experten zur Vorsicht: Von Dienstleistern wie Paypal und Klarna solle man die Finger lassen, schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Denn bei der Zahlungsmethode Kauf auf Rechnung handle es sich oft um das genaue Gegenteil, nämlich eine Art Vorkasse: Liefert der Händler die Ware nicht, würden die Bezahldienste unter Androhung von Mahnungen das Geld trotzdem einfordern.

Rechnung direkt beim Verkäufer stellen

E-Commerce-Experte Reto Joller bestätigt: «Bei Zahlungsdienstleistern wie Klarna und Paypal fängt das Problem dann an, wenn es Unstimmigkeiten gibt.» Beispielsweise wenn die Ware nicht angekommen oder beschädigt ist. Käufer hätten dann Mühe, die Dienstleister zu kontaktieren und ihre Sichtweise darzulegen. Die vermeintliche Rechnung könne in diesem Fall schnell zu einer Art Vorkasse werden.

«So kann es vorkommen, dass man unschuldig in einen Mahnprozess gelangt und zur Rechnung gebeten wird», sagt Joller. Deshalb sollten Kunden besser den Kauf auf Rechnung direkt beim Verkäufer tätigen. Professionelle Händler würden in der Regel die Lieferung anbieten oder direkt mit den Kreditkartenanbietern zusammenarbeiten.

Das Kleingedruckte lesen

Dass direkt beim Händler bestellen sicherer ist, findet auch Marketing-Experte Sandro Graf: «Doch das ist oft nicht möglich, denn für viele Händler sind Zahlungen auf Rechnung sehr aufwendig.» Deshalb greifen Händler auf Online-Bezahldienste wie Klarna, Paypal oder Byjuno zurück.

Kunden sollten laut Graf vor jeder Bestellung das Kleingedruckte der Anbieter genau lesen. «Die Bedingungen der Bezahldienstleister sind sehr unterschiedlich.» So haben Kunden bei Klarna 30 Tage Zeit, eine Rechnung zu begleichen. Rückt das Zahlungsdatum näher, aber die Bestellung ist noch nicht angekommen, sollen Kunden direkt den Händler kontaktieren. Gebe es Probleme, werde Klarna die Rechnung pausieren, heißt es auf der Website des Anbieters.

Bei Paypal können sich Kunden innerhalb von 180 Tagen nach der Zahlung melden, wenn sie die Ware nicht erhalten haben. Paypal stelle dann eine sichere Verbindung zwischen Käufer und Verkäufer her. Wird innerhalb von 20 Tagen keine einvernehmliche Lösung mit dem Verkäufer gefunden, könne ein Antrag auf Käuferschutz gestellt werden.

(L'essentiel/Barbara Scherer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Muller am 15.07.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch, ich hatte persönlich eigentlich noch keine Probleme mit PayPal. Insbesondere auf eBay sind Problemfälle dadurch viel einfacher zu regeln als z.B. bei Amazon!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Muller am 15.07.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch, ich hatte persönlich eigentlich noch keine Probleme mit PayPal. Insbesondere auf eBay sind Problemfälle dadurch viel einfacher zu regeln als z.B. bei Amazon!