Geldpolitik

25. Januar 2018 14:18; Akt: 25.01.2018 14:20 Print

EZB belässt Leitzins auf null Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz zunehmender Forderungen nach einem Ende der Geldschwemme unverändert Kurs.

storybild

Die Europäische Zentralbank schraubt nicht an der Geldpolitik. (Bild: Michael Probst/AP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Europäische Zentralbank (EZB) belassen den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt im Anschluss an die erste Zinssitzung des EZB-Rates in diesem Jahr mit. Geschäftsbanken, die Geld bei der Notenbank parken, müssen dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Die EZB gab auch keine Hinweise auf eine Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik. Zuletzt war spekuliert worden, die Währungshüter könnten die Wortwahl zum künftigen Kurs ändern oder gar das Ende der milliardenschweren Anleihenkäufe andeuten.

Sparer müssen sich weiter gedulden

EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio hatte die Erwartungen jedoch gedämpft: Zwar sehe der EZB-Rat die Notwendigkeit, seine geldpolitische Kommunikation graduell anzupassen, soweit die Wirtschaft weiter wachse und die Inflation anziehe. Das bedeute aber nicht, dass derartige Änderungen unmittelbar bevorstünden, sagte Constâncio der italienischen Zeitung «La Repubblica».

Im Oktober hatten Europas Währungshüter ihre milliardenschweren Käufe von Staats- und Unternehmensanleihen um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert. Beobachter werteten dies als erstes Anzeichen für einen Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Sparer müssen sich jedoch weiter gedulden. Die EZB will den Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen können, erst anheben, wenn die Anleihekäufe beendet sind.

Ökonomen rechnen erst im kommenden Jahr mit einem ersten Zinsschritt. Mit der vor allem in Deutschland umstrittenen ultralockeren Geldpolitik versucht die EZB seit Jahren, Konjunktur und Inflation anzuschieben. (fur/sda)

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 25.01.2018 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Statusquo, hätte ich auch fertiggebracht, ohne das Gehalt eines EZB-Bankers.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 25.01.2018 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Statusquo, hätte ich auch fertiggebracht, ohne das Gehalt eines EZB-Bankers.