Abschied von Draghi

28. Oktober 2019 08:19; Akt: 28.10.2019 08:25 Print

EZB bereitet sich auf Chefwechsel vor

Die Europäische Zentralbank bekommt erstmals eine Chefin: Die Französin Christine Lagarde löst Mario Draghi zum 1. November ab. Heute gibt es einen Festakt.

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Christine Lagarde tritt am 1. November die Nachfolge von Mario Draghi an der Spitze der EZB an. (Bild: DPA/ian Langsdon)

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Die Europäische Zentralbank (EZB) bekommt erstmals eine Chefin: Die Französin Christine Lagarde löst Mario Draghi zum 1. November ab. Mit einem Festakt an diesem Montag (15.00 Uhr) in Frankfurt wird Draghis achtjährige Amtszeit gewürdigt. Als Redner erwartet die Notenbank unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und den scheidenden EU-Kommissions-Präsidenten Jean-Claude Juncker.

Lagarde, ehemals französische Finanzministerin und zuletzt Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat bereits Sympathie für eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik erkennen lassen. Allerdings will sie mögliche negative Folgen und Nebeneffekte des EZB-Kurses genauer in den Blick nehmen.

Negativzinsen und Anleihekäufe

Draghi hatte im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche im Währungsraum mit seinen mittlerweile 19 Mitgliedstaaten alle Register gezogen: Nullzins, Negativzinsen für geparkte Gelder von Banken und milliardenschwere Anleihenkäufe. Im September verschärfte die EZB ihren Anti-Krisen-Kurs noch einmal - gegen heftige Widerstände und zum Leidwesen von Sparern und Banken.

Mit Lagarde besetzt zum zweiten Mal seit Gründung der EZB im Juni 1998 Frankreich den Spitzenposten bei der gemeinsamen Zentralbank. Erster EZB-Präsident war der Niederländer Wim Duisenberg (1998-2003), es folgten der Franzose Jean-Claude Trichet (2003-2011) und der Italiener Draghi (seit 1. November 2011).

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Foto am 28.10.2019 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die beiden sich darüber freuen, dass sie die kleinen Sparer bluten lassen...

  • Guy Michels am 28.10.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Mit den Beiden sehe ich mich schon mit der Schubkarre zum Bäcker fahren mit meinen Euros.

  • och eng Wourecht am 28.10.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Zeigt die ganze Arroganz der Macht über die kleinen Tölpel welche sich nicht wehren können und dafür noch die Kosten tragen dürfen. Im Alter dann unter Brücke schlafen weil kein Geld mehr für einen gerechten Lebensabend. Und dann wundern sich die 'etablierten' Parteien über den Wahlausgang in Thüringen? Ich nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aender am 28.10.2019 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimmer geht immer. 30.000€+?/Monat und Keiner kriegt es auf die Reihe, oder ist es so gewollt?

  • Guy Michels am 28.10.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Mit den Beiden sehe ich mich schon mit der Schubkarre zum Bäcker fahren mit meinen Euros.

  • och eng Wourecht am 28.10.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Zeigt die ganze Arroganz der Macht über die kleinen Tölpel welche sich nicht wehren können und dafür noch die Kosten tragen dürfen. Im Alter dann unter Brücke schlafen weil kein Geld mehr für einen gerechten Lebensabend. Und dann wundern sich die 'etablierten' Parteien über den Wahlausgang in Thüringen? Ich nicht.

  • Foto am 28.10.2019 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die beiden sich darüber freuen, dass sie die kleinen Sparer bluten lassen...