Autonome Autos

16. August 2018 17:16; Akt: 16.08.2018 17:17 Print

Fahrdienstvermittler Uber häuft riesige Verluste an

Selbstfahrende Autos sind noch Zukunftsmusik, aber viele Unternehmen entwickeln bereits seit Jahren an teuren Konzepten. Das macht sich nicht so gut in der Bilanz.

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Berühmt geworden ist Uber als digitaler Vermittler von Fahrdienstleistungen. Aber das Unternehmen denkt weiter. (Bild: yui mok)

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Der Fahrdienstvermittler Uber hat in den vergangenen Monaten Tag für Tag bis zu zwei Millionen Dollar für die Entwicklung selbstfahrender Autos ausgegeben. Zuletzt konnten immerhin die Einnahmen deutlich gesteigert werden. Das geht aus den Geschäftszahlen hervor, die das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco veröffentlichte. Von der Gewinnzone ist Uber allerdings noch weit entfernt.

Im zweiten Quartal stieg der Nettoumsatz um 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,7 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Der bereinigte Nettoverlust stieg von 577 Millionen Dollar auf 659 Millionen Dollar. Nach einem Bericht des Portals The Information fiel der Verlust vor allem deswegen so hoch aus, weil Uber gewaltige Summen in die Entwicklung selbstfahrender Autos steckt. Das Unternehmen habe die vergangenen anderthalb Jahren zwischen 125 Millionen und 200 Millionen Dollar pro Quartal für diese Forschungsarbeiten ausgegeben.

Investoren werden nervös

Einige Investoren drängen demnach das Unternehmen, den Bereich für selbstfahrende Autos zu verkaufen, weil Uber selbst noch keinen Weg zur Kommerzialisierung der entwickelten Technologie gefunden habe. Die Pläne des Unternehmens hatten im März einen Rückschlag erlitten, als bei einem Unfall im US-Bundesstaat Arizona ein Roboterwagen von Uber eine Fußgängerin tödlich verletzte.

Als Privatunternehmen müsste Uber seine Geschäftszahlen eigentlich nicht offenlegen. In Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang gibt Uber aber dennoch seit einigen Quartalen seine Finanzergebnisse bekannt. Uber ist eines der am höchsten bewerteten Privatunternehmen der Welt. Der Börsendebüt soll im kommenden Jahr folgen. Zuletzt sprach das Unternehmen von einer Bewertung von 62 Milliarden Dollar.

(L'essentiel/dpa)

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