Mega-Deal

21. Oktober 2021 13:44; Akt: 21.10.2021 13:52 Print

Flixbus schluckt US-​​Unternehmen Greyhound

Nach drei Jahren auf dem US-Markt schnappt sich Flixbus den größten Mitbewerber Greyhound. Für das traditionsreiche Unternehmen lässt Flixbus 172 Millionen Dollar springen.

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Die Reiseplattform Flixmobility kauft das US-Fernbusunternehmen Greyhound Lines, den größten Anbieter von Fernbusreisen in Nordamerika. Für rund 172 Millionen Dollar (158 Mio. Euro) übernimmt das Münchner Unternehmen, das in Deutschland vor allem für seine Marken Flixbus und Flixtrain bekannt ist, 2400 Ziele in den USA, wie beide Seiten am Donnerstagmorgen mitteilten. «Gemeinsam werden Flixbus und Greyhound der gestiegenen Nachfrage nach umweltfreundlicher Mobilität in den USA Rechnung tragen», erklärte Flixmobility-Mitgründer André Schwämmlein. Greyhound hatte seit 2007 der britischen Firma Firstgroup gehört.

Fernbusse hätten eine «hervorragende Umweltbilanz» – der Verkehrsträger werde für eine nachhaltige Mobilitätswende weltweit entscheidend sein, begründete Flixmobility seine Expansionspläne. «Menschen in ganz Nordamerika wünschen sich völlig zu Recht erschwingliche und nachhaltige Reisealternativen zum privaten Auto», erklärte Schwämmlein.

Image von Bußen soll cooler werden

Wie Flixmobility mit der traditionsreichen Marke Greyhound mittelfristig verfahren will, blieb zunächst offen. Im Moment bleibe alles beim alten, beide Unternehmen arbeiteten getrennt voneinander, hieß es. «Mit einer über 100-jährigen Geschichte wissen wir, wie wertvoll die Marke Greyhound ist und wir freuen uns darauf, in der Zukunft von der Erfahrung zu profitieren», teilte Flixmobility mit. Wie Schwämmlein gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen» angibt, strebt Flixbus die Marktführerschaft in den USA an. Der Markt habe das Potential, so groß zu werden wie der von ganz Europa. Dazu müsse sich aber das Image noch ändern. «Wir wollen den Menschen zeigen, dass es mit dem Bus eine attraktive Alternative zum Auto gibt», so Schwämmlein. Das Ziel sei, «dass man irgendwann in den Hollywood-Filmen Flixbusse sieht.»

Flixbus ist der größte Fernbusanbieter Europas. Seit 2018 ist das Unternehmen auch in den USA aktiv. Es startete mit 27 Zielen in den größten Städten des Südwestens, darunter Los Angeles und Las Vegas und weitete seitdem sein Angebot auf 195 Ziele aus.

Greyhound verbindet aktuell 2400 Ziele in Nordamerika mit fast 16 Millionen Fahrgästen pro Jahr. Das Unternehmen mit dem springenden Windhund als Logo wurde 1914 in den USA gegründet und verfügt heute über 1300 Fahrzeuge. Zuletzt litt der Anbieter stark unter der Corona-Krise, nachdem ihm zuvor schon die Konkurrenz durch Billig-Airlines zu schaffen gemacht hatte. Im Mai dieses Jahres teilte Greyhound mit, sein Streckennetz in Kanada gänzlich aufzugeben.


(L'essentiel/DPA/AFP/trx)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 21.10.2021 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann Se Séch do alt mol net drun verschlécken. Greyhound. Aléng den Numm huet Traditioun. Awwer den Rescht,….. hhmm, Naja! Mat Deenen Geräter (Busser) huet den Elvis nach Séin Militär Dingscht infetrueden! ;—)) Den Transport as méechtens fier déi “Down on their Luck”?! :-(

  • kaa am 21.10.2021 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffentlech verschléckt de Flixi sech nett :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 21.10.2021 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffentlech verschléckt de Flixi sech nett :-)

  • Valchen am 21.10.2021 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann Se Séch do alt mol net drun verschlécken. Greyhound. Aléng den Numm huet Traditioun. Awwer den Rescht,….. hhmm, Naja! Mat Deenen Geräter (Busser) huet den Elvis nach Séin Militär Dingscht infetrueden! ;—)) Den Transport as méechtens fier déi “Down on their Luck”?! :-(