Insolvenz beantragt

05. Februar 2019 07:15; Akt: 05.02.2019 07:15 Print

Germania stellt Flugbetrieb ein

Die Fluggesellschaft Germania kann den Liquiditätsbedarf nicht mehr decken. Die Mitarbeiter sind informiert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Ferienflieger Germania hat Insolvenz beantragt und stellte in der Nacht zum Dienstag den Flugbetrieb ein. Die Mitarbeiter seien über die Maßnahmen informiert worden, teilte die Fluggesellschaft zudem in der Nacht mit.

«Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen», sagte Firmenchef Karsten Balke. Als Konsequenz daraus bleibe nur der Antrag auf Insolvenz.

Dieser sei am Montag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht worden. «Der Flugbetrieb wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2019 eingestellt», hieß es weiter.

Der Insolvenzantrag betrifft den Angaben zufolge die Germania Fluggesellschaft mbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH.

Hoffnung verflogen

Bei den Fluggästen entschuldigte sich der Firmenchef. Diejenigen, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht hätten, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden. Passagiere, die direkt bei Germania gebucht hätten, hätten aufgrund der gültigen Gesetzeslage jedoch keinen Anspruch auf Ersatzbeförderung.

Anfang Januar waren finanzielle Engpässe bei Germania bekanntgeworden. Das Unternehmen hatte erklärt, mehrere Optionen einer Finanzierung zu prüfen, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. Am 19. Januar teilte die Fluggesellschaft mit, man habe eine wichtige Zusage für mehr als die angestrebten 15 Millionen Euro erhalten. «Die entsprechenden Mittel sollen uns in der nächsten Woche zufließen», sagte Balke damals. Damit sei die mittel- und langfristige Perspektive der Germania als unabhängige mittelständische Fluggesellschaft gesichert, hieß es.

Rote Zahlen

Ende vorige Woche betätigte Germania dann allerdings Medienberichte, wonach sich die Auszahlung von Löhnen und Gehälter in Deutschland verzögere.

Die 1986 gegründete Airline hatte zuletzt insgesamt 37 Flugzeuge im Einsatz. Damit flog sie nach eigenen Angaben zuletzt mehr als vier Millionen Passagiere jährlich. Von 18 Abflughäfen aus bot Germania Verbindungen zu mehr als 60 Zielen innerhalb Europas, nach Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten an. Im vergangenen Jahr schrieb die Firma mit dem grün-weißem Logo ihrem Chef Balke zufolge rote Zahlen. (chk/sda)

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.