Wettbewerb

21. November 2019 15:06; Akt: 21.11.2019 15:47 Print

Google: «Noch nicht für Luxemburg entschieden»

BISSEN – Der Streit um das Google-Datacenter schlägt hohe Wellen. Dabei betont Google am Donnerstag, dass man sich noch gar nicht für den Standort Luxemburg entschieden habe.

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Die beiden Google-Manager beantworteten Fragen zum möglichen Datacenter.

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«Es besteht die Möglichkeit, dass Google sein Rechenzentrum nicht in Bissen baut. Der Standort Luxemburg steht weiterhin im Wettbewerb mit anderen Ländern», stellten die beiden Google-Manager Fabien Vieau und Frederic Descamps am Donnerstag klar. Sie beantworteten Fragen bei einer Informationsveranstaltung zum Projekt, das seit zwei Jahren in Luxemburg für Furore sorgt. Sollte Luxemburg den Zuschlag für das Projekt erhalten, könnte das erste der beiden Rechenzentren frühestens «Anfang 2023» den Betrieb aufnehmen.

Der Kern des Konflikts: Rechenzentren verbrauchen extrem viel Wasser und Strom. So plant Google, Wasser der Alzette zur Kühlung der Server zu nutzen. Vor einigen Tagen habe Google von der Möglichkeit erfahren, einen Anschluss an eine Kläranlage zu bekommen, sagte Vieau. Aber in diesem Stadium der Planung ändere sich das Projekt noch ständig. «Das Projekt, das wir letztendlich bauen werden, könnte sich sehr von dem unterscheiden, was wir heute präsentieren können.»

Hoher Stromverbrauch

Der Netzwerkbetreiber Creos teilte mit, das Center benötige bis zu zwölf Prozent des nationalen Stromverbrauchs. «Creos hat einen Plan, seine Kapazität zu erhöhen. Es ist völlig unabhängig davon, ob wir kommen oder nicht. Aber es würde den Bedarf beider Rechenzentren decken», sagte Vieau. Aber auch hier macht Google Fortschritte: «Unsere Rechenzentren sind siebenmal energieeffizienter als noch vor fünf Jahren. Andere Rechenzentren verbrauchen 50 Prozent mehr Strom als ein Google-Rechenzentrum. Und wir haben in den letzten zwei Jahren 100 Prozent unserer Energie kompensiert.»

Was den Standort betrifft, erinnerten die beiden Manager daran, dass Luxemburg sich bei Google beworben habe – «als Teil der Strategie für das digitale Luxemburg» – nicht umgekehrt. Das Projekt soll zwischen 100 und 350 Arbeitsplätze schaffen. Laut Google soll ein ähnliches Projekt in den Niederlanden 800 Millionen Euro seit 2016 zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen haben.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Idyllisch am 22.11.2019 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich schon auf die schönen Hochspannungsleitungen die dann unsere Öslinger Koppen und Täler aus Deutschland kommend in Richtung Bissen romantisch überspannen werden.

  • Postjemp am 22.11.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei stehen soviele Datencenter leer in Luxemburg. Z.b. in Capellen, Cloche d'or etc.

  • Guy Michels am 26.11.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde dem Riesen jetzt nicht nachlaufen. Die Fläche ist da, die Stromversorgung machbar. Wenn nicht, Luxemburg kann das Land auch für eine nachhaltigere Industrie gebrauchen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guy Michels am 26.11.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde dem Riesen jetzt nicht nachlaufen. Die Fläche ist da, die Stromversorgung machbar. Wenn nicht, Luxemburg kann das Land auch für eine nachhaltigere Industrie gebrauchen.

  • Google mëcht ons arm am 25.11.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    legalen Cannabisubau ass méih nohaltëg, verbraucht manner Energie a Waasser an brengt Geldprofit an Arbechtsplatzen ouni ze verseuchen ... Google, eng onheemlëch heemlëch Iwerwachungsmuëcht mëcht ons arm, bezillt keng Steieren a stëcht de ganzen Profit an hier eegen Täsch a mir stin ënner hierer Beobachtung mam Fanger am Mond an ouni Gromper am eidelen Bauch ...

  • Postjemp am 22.11.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei stehen soviele Datencenter leer in Luxemburg. Z.b. in Capellen, Cloche d'or etc.

  • Idyllisch am 22.11.2019 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich schon auf die schönen Hochspannungsleitungen die dann unsere Öslinger Koppen und Täler aus Deutschland kommend in Richtung Bissen romantisch überspannen werden.

  • kaa am 22.11.2019 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terrain benotzen fir wirklech sozialen Wunnungsbau an engem ekologischen Emfeld: Konsequenz Arbecht fir letz Handwierk an eng Garantie datt den salarié hei zu Land erem hei liewen kann. Daat wär dach emol eng win win Situatioun.