Flughafen

24. August 2017 16:27; Akt: 24.08.2017 17:28 Print

Hahn schöpft Hoffnung mit neuen Frachtkunden

Die Flughafengesellschaft FFHG hat neue Frachtkunden gewonnen und wird künftig auch mehr Flüge von bestehenden Kunden abwickeln.

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Geht’s mit dem Hahn wieder aufwärts? (Bild: Pixabay)

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Zwei Wochen nach dem endgültigen Verkaufsabschluss für den Flughafen Hahn gibt es erste Erfolge auf dem langen Weg zu einer dauerhaften Sicherung des Flugbetriebs im Hunsrück. Die Flughafengesellschaft FFHG hat neue Frachtkunden gewonnen und wird künftig auch mehr Flüge von bestehenden Kunden abwickeln, wie Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Landtag mitteilte.

Neukunden sind nach Angaben von Lewentz die Firmen Air Bridge Cargo und Suparna Airlines. Bei Suparna handelt es sich um die ehemalige Firma Yangtze River Express, die 2015 vom Flughafen Hahn nach München abgewandert war. Suparna ist eine Tochterfirma der chinesischen HNA, die die bisherigen rheinland-pfälzischen FFHG-Anteile von 82,5 Prozent für 15,1 Millionen Euro übernommen hat.

Skepsis bezüglich der Haftung des «Enkelfirma»

«Das sind gute Nachrichten vom Hahn», sagte Lewentz. «Sie stärken das Vertrauen in die Expertise der HNA und die Zuversicht, dass der Hahn einen guten Käufer gefunden hat.» Der neue Mehrheitsgesellschafter müsse sich den Herausforderungen der Branche stellen, «aber der Hahn hat eine Zukunftsperspektive, davon sind wir überzeugt.» Unerheblich ist nach den Worten des Ministers, dass 17,5 Prozent der Anteile weiter bei Hessen liegen. Lewentz sagte, er freue sich, dass die Privatisierung gelungen sei - «und das gegen den erheblichen Widerstand der CDU».

Der CDU-Abgeordnete Alexander Licht zeigte sich jedoch skeptisch. Das Land habe einen Vertrag geschlossen, in dem zusätzliche Absicherungen nötig gewesen wären. «Wir haben es hier mit einer Enkelfirma zu tun, da haftet nicht der Gesamtkonzern», sagte Licht über die HNA Airport Group. Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jan Bollinger, kritisierte, dass das Land den Flughafen in den kommenden sieben Jahren mit mindestens 51,8 Millionen Euro weiter unterstütze.

(L’essentiel/dpa)

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