Geldpolitik

30. Juni 2020 11:42; Akt: 30.06.2020 11:54 Print

Inflation in der Eurozone steigt leicht an

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat lagen die Verbraucherpreise 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Analysten hatten einen etwas schwächeren Zuwachs erwartet.

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Analysten sind von einem niedrigeren Preisanstieg ausgegangen. (Bild: DPA/Monika Skolimowska)

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Die Inflation in der Eurozone ist im Juni leicht angestiegen, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen die Verbraucherpreise 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Analysten hatten einen etwas schwächeren Zuwachs auf 0,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau wie im Jahresvergleich um 0,3 Prozent.

Entscheidend für den etwas stärkeren Preisanstieg waren die Energiepreise. Zum Vormonat erhöhten sie sich um 1,7 Prozent, im Jahresvergleich sind sie etwas weniger stark als im Monat zuvor gesunken. Der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln schwächte sich etwas ab, wenngleich sich diese Güter stärker als andere Waren verteuerten. Dienstleistungen und erst recht Industriegüter verteuerten sich verglichen mit Lebensmitteln schwächer.

Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel fiel im Gegensatz zum Gesamtindex leicht zurück. Sie ging von 0,9 auf 0,8 Prozent zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Gesamtteuerung von knapp zwei Prozent an. Diese Rate hat sie seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht, was neben der Corona-Pandemie ein Grund für ihre extrem lockere Geldpolitik ist.

(L'essentiel/dpa)

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