Tierquälerei

22. Oktober 2018 07:44; Akt: 22.10.2018 07:48 Print

Ist die Wolle der neue Pelz?

Marken und Kaufhäuser distanzieren sich nach dem Pelz langsam auch von unter fragwürdigen Umständen produzierter Wolle.

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Im Mai veröffentlichte die «Washington Post» Videos, die die Tierschutzorganisation Peta gedreht hatte. Zu sehen waren üble Zustände auf südafrikanischen Mohairziegen-Farmen. Und obwohl bei den Medien nur wenig Interesse für das Thema bestand, verkündeten rund 70 Unternehmen wie H&M oder Mango spätestens 2020 Mohairwolle aus dem Sortiment zu nehmen.

Das britische Onlineunternehmen Asos ging noch einen Schritt weiter und teilte mit, ab 2019 auch auf Kashmir, Seide, Federn, Perlen und Daunen zu verzichten. Nach dem Pelzboykott ist jetzt also die Wolle an der Reihe, der bis anhin kein schlechter Ruf anlastete. Doch leider laufe auch da vieles schief.

Ethisch bewusster Einkauf

Der Umgang mit den Tieren, wie ihn Peta dokumentierte, sei kein Einzelfall. Zudem befänden sich Zuchten für Angorahasen oder auch Kaschmirziegen in Ländern wie China, wo ein effektiver Tierschutz nahezu inexistent sei, schreibt die Zeitung weiter. Die Tiere würden beispielsweise ohne Narkose kastriert und erlitten beim Scheren Verletzungen. Man behandle sie genau wie Pelztiere – als reine Ware.

Jetzt kommt Plötzlich Bewegung in eine Sache, für die Tierschutzorganisationen seit Jahrzehnten kämpfen – immer mehr Marken und Kaufhäuser distanzieren sich von Quälprodukten und positionieren sich neu. Es ist heute schlicht zu einer Imagefrage geworden, ethisch bewusst einzukaufen.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geld macht rücksichtslos u gefühlsarm am 30.10.2018 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Warum sind die Menschen so ruppig, viel schlimmer als irgendein Tier!? ... wegen Zeit ist Geld? ... anstatt die Kleider nach jeder Saison wegzuschmeissen, sollten sie ihre Jeans so lange anziehn, dass sie vom Tragen abgenutzt ist, anstatt dass Menschen in Billigstlohnländern sich mit Giften krank machen, um die Jeans zu zerfetzen, damit wir sie zerlöchert kaufen! ... einfach die Kleider tragen bis sie kaputt sind u dann kann man/frau sie sogar reparieren mit Nadel u Zwirn! Knöpfe kann man/frau auch selbst annähen ...

  • Pia am 22.10.2018 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ knouter ech ginn Iech recht, leider an dach wënschen ech mir dat endlech ALL Liewewiesen wei ee Liewewiesen, sief et Mënsch oder Déier, anstäenneg behandelt get .. nondikass et ass dach net onméiglech MERCI am Numm besonnesch vun den Déieren wou ech mech wäert mäi Liewe laang asetzen ..

  • Knouter am 22.10.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Schafschur liegt auch vieles im Argen - wohl wegen der Menge die geschoren werden muss um profitabel zu sein. Die Tiere werden blutig geschlagen, getreten, verletzt und wie Dreck weggeschmissen, ohne sich um die Verletzungen die durch die Schur (und Misshandlungen) entstanden sind, zu kümmern. Geld regiert die Welt und die Schwachen werden immer darunter leiden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Geld macht rücksichtslos u gefühlsarm am 30.10.2018 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Warum sind die Menschen so ruppig, viel schlimmer als irgendein Tier!? ... wegen Zeit ist Geld? ... anstatt die Kleider nach jeder Saison wegzuschmeissen, sollten sie ihre Jeans so lange anziehn, dass sie vom Tragen abgenutzt ist, anstatt dass Menschen in Billigstlohnländern sich mit Giften krank machen, um die Jeans zu zerfetzen, damit wir sie zerlöchert kaufen! ... einfach die Kleider tragen bis sie kaputt sind u dann kann man/frau sie sogar reparieren mit Nadel u Zwirn! Knöpfe kann man/frau auch selbst annähen ...

  • Pia am 22.10.2018 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ knouter ech ginn Iech recht, leider an dach wënschen ech mir dat endlech ALL Liewewiesen wei ee Liewewiesen, sief et Mënsch oder Déier, anstäenneg behandelt get .. nondikass et ass dach net onméiglech MERCI am Numm besonnesch vun den Déieren wou ech mech wäert mäi Liewe laang asetzen ..

  • Knouter am 22.10.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Schafschur liegt auch vieles im Argen - wohl wegen der Menge die geschoren werden muss um profitabel zu sein. Die Tiere werden blutig geschlagen, getreten, verletzt und wie Dreck weggeschmissen, ohne sich um die Verletzungen die durch die Schur (und Misshandlungen) entstanden sind, zu kümmern. Geld regiert die Welt und die Schwachen werden immer darunter leiden.