Luxemburg

08. Juni 2017 06:58; Akt: 08.06.2017 16:55 Print

Katar-​​Krise lässt Luxemburger Wirtschaft kalt

LUXEMBURG - Der wirtschaftliche und finanzielle Austausch zwischen dem Großherzogtum und Katar bleibt gering.

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Die katarische Investmentgesellschaft Precision Capital ist Hauptaktionär der BIL und von KBL. (Bild: Editpress)

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Die Isolierung von Katar, dem Saudi-Arabien und seine Alliierten vorwerfen, Terrororganisationen finanziell zu unterstützen, hat sowohl auf die diplomatischen als auch auf die wirtschaftlichen Beziehungen des Landes Folgen. Die Auswirkungen auf das reiche Emirat machen sich bereits jetzt bemerkbar. Laut des Direktors für internationale Kontakte bei der Luxemburger Handelskammer, könnten diese «auf indirekter Ebene» auch Luxemburg betreffen.

«Wir erwarten, dass die Lage auf die aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Beziehungen mit Luxemburg Folgen haben wird. Mit einem möglichen Rückzug aus Finanzbeteiligungen – bedingt durch finanzielle Probleme in Katar – muss ebenfalls gerechnet werden. Außerdem mag es zu einer Kapitalflucht aus dem Land und einem Rücktritt von Sponsoring-Engagements kommen. Auch eine Änderung des Qatar Airways Flugnetzes, die Luxemburg treffen würde, könne kommen», spekuliert Jeannot Erpelding.

Geringer Austausch

Der Austausch zwischen dem Großherzogtum und Katar bleibt jedoch gering. Mit Exporten im Wert von 79 Millionen Euro und Importen im Wert von sechs Millionen Euro für das Jahr 2016 findet der Austausch hauptsächlich auf finanzieller Ebene statt. Außerdem gilt Precision Capital – in deren Verwaltungsrat Mitglieder der katarischen Herrscherfamilie sitzen – als Hauptaktionär bei der BIL und bei KBL.

Darüber hinaus gibt es «gute Beziehungen, die erhalten und entwickelt sein sollten», behauptet Nicolas Mackel, CEO von Luxembourg For Finance (LFF). Trotzdem wird das Land von dem Finanzplatz Luxemburg nicht als Prioritätsmarkt betrachtet.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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