Ende der Verhandlungen

25. April 2019 10:52; Akt: 25.04.2019 10:52 Print

Keine Fusion: Deutsche Bank und Commerzbank

Beide Banken haben bestätigt, dass die Sondierungsgespräche zur Mega-Fusion auf dem deutschen Finanzmarkt abgebrochen wurden.

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Aus einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird nichts. (Bild: DPA/Boris Roessler)

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Aus einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird nichts. Die Gespräche über einen Zusammenschluss seien ergebnislos beendet worden, teilten die Institute am Donnerstag in Frankfurt mit. Nach gründlicher Prüfung seien die Vorstände zum Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss «keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde», hieß es in getrennten Mitteilungen. Dies gelte «auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen.»

Am 17. März hatten die beiden größten Privatbanken Deutschlands öffentlich gemacht, dass sie miteinander die Möglichkeit eines Zusammenschlusses ausloten. Beide Seiten hatten jedoch betont, eine Fusion sei keineswegs ausgemachte Sache. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing schrieb seinerzeit an die gut 90 000 Mitarbeiter des Dax-Konzerns: «Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können.»

Kritiker einer Fusion hatten vor allem einen gewaltigen Stellenabbau und mögliche Filialschließungen als Argumente gegen die Banken-Hochzeit ins Feld geführt. 30 000 Jobs würde ein solcher Zusammenschluss kosten - so die Befürchtung der Gewerkschaft Verdi. Zudem haben die Institute zehn Jahre nach der Finanzkrise noch große Baustellen, etwa in der IT oder bei juristischen Altlasten. Daher gab es erhebliche Zweifel, ob eine Fusion wirklich Sinn ergeben würde.

(L'essentiel/dpa)

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