Burberry

18. Juli 2018 07:40; Akt: 18.07.2018 07:41 Print

Kleider im Wert von 32 Mio. Euro landen im Müll

Der Kleiderhersteller Burberry wirft nicht verkaufte Ware weg. Warum Rabatte für Luxuslabels nicht in Frage kommen.

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Im letzten Geschäftsjahr hat der britische Luxus-Bekleidungshersteller Burberry Waren im Wert von über 32 Millionen Euro (28,6 Millionen Pfund) vernichtet. Ein Jahr zuvor wurden Artikel im Wert von 26,9 Millionen Pfund weggeworfen.

«Es fällt uns nicht leicht, Ware zu zerstören», zitiert der Spiegel den Aufsichtsratvorsitzenden John Peace. Und trotzdem hält der Konzern an der Strategie fest. Wegwerfen sei immer noch besser als Rabatte. Denn: Preisreduktionen beschädigten Marke und Marge.

«Der langsame Tod»

So ist Burberry nicht die einzige Luxusmarke, die Waren vernichtet. «Wenn sie bei Luxusgütern die Illusion von Prestige zerstören, den Traum, die Preise, zerstören sie das Vertrauen. Das ist der langsame Tod», sagte einst der aus Luxemburg stammende Manager und Chef der Uhrensparte des Luxuskonzerns LVMH, Jean-Claude Biver, zu Reuters.

Burberry hat vor der Einführung der ersten Kollektion von Star-Designer Riccardo Tisci den Umsatz gesteigert. Die bereinigten Erlöse legten im ersten Quartal des Geschäftsjahres (bis Ende Juni) um drei Prozent zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Tisci, der zuvor bei Givency gearbeitet hat, bringt seine erste Kollektion im September auf den Markt.

Regenmäntel besonders beliebt

Der Einzelhandelsumsatz lag mit 479 Millionen Pfund (gut 540 Millionen Euro) in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Gut lief das Geschäft mit Regenmänteln oder Handtaschen in Amerika und in China. Dagegen gingen die Einnahmen in Europa angesichts einer geringeren Nachfrage von Touristen zurück.

Burberry-Chef Marco Gobbetti will das Unternehmen, das für seine Karo-Muster bekannt ist, stärker im Luxus-Segment positionieren. Dafür nimmt er auch ein geringes Wachstum bei Umsatz und Gewinn in Kauf.

(L'essentiel/woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knouter am 18.07.2018 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wei wier et dann mat spenden? Mee nee, dann laafen jo die Aarem och mat daieren Kleeder ronderem, dat geet jo guer net. Wegwerfgesellschaft par exellence

  • Träumt weiter am 18.07.2018 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Der angegebener Wert ist der Verkaufspreis. Der Einkaufspreis ist nur ein Bruchteil dessen da auch die Nobelmarken in Billigländern produzieren, witzigerweise auch noch in denselben Fabriken welche auch für die Billigheimer produzieren.

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  • Lidie am 18.07.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Meinetwegen könnten sie alles verbrennen. Hoffentlich beschäftigen sie keine Kinder oder andere Arbeitssklaven in Asien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kleinkarierte Grossverseucher am 22.07.2018 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn keiner ihren Müll kauft, sollten sie weniger Müll produzieren!

  • Knouter am 18.07.2018 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wei wier et dann mat spenden? Mee nee, dann laafen jo die Aarem och mat daieren Kleeder ronderem, dat geet jo guer net. Wegwerfgesellschaft par exellence

  • Lidie am 18.07.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Meinetwegen könnten sie alles verbrennen. Hoffentlich beschäftigen sie keine Kinder oder andere Arbeitssklaven in Asien.

  • Träumt weiter am 18.07.2018 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Der angegebener Wert ist der Verkaufspreis. Der Einkaufspreis ist nur ein Bruchteil dessen da auch die Nobelmarken in Billigländern produzieren, witzigerweise auch noch in denselben Fabriken welche auch für die Billigheimer produzieren.

    • Taxman am 18.07.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es, und bei einem TA von 2733M Pfund nur um die 1%... Sehr gut gewirtschaftet muss man da schon sagen.

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