Rio Tinto

11. September 2020 07:52; Akt: 11.09.2020 07:58 Print

Konzern macht heilige Stätte dem Erdboden gleich

Der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto hat ein Gräberfeld der Aborigines in Australien gesprengt. Die Entrüstung ist groß.

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Protest gegen die Zerstörung Jahrtausende alter Geschichte: Der Bergbaukonzern Rio Tinto hat im Mai zwei heilige Stätten im Bundesstaat Western Australia zerstört. (Bild: KEYSTONE)

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Nach heftiger Kritik wegen der Sprengung zweier heiliger Stätten der australischen Aborigines treten der Chef des Bergbaukonzerns Rio Tinto und zwei weitere Top-Manager zurück. Wie das australisch-britische Unternehmen am Freitag mitteilte, wird CEO Jean-Sébastien Jacques seinen Posten spätestens im März 2021 räumen, wenn nicht vorher ein Nachfolger gefunden wird. Der Entschluss sei im gegenseitigen Einvernehmen getroffen worden. Die anderen beiden Führungskräfte würden Ende des Jahres gehen, hieß es weiter.

Mit der Entscheidung reagiert der Konzern auf die Sprengung von zwei bedeutenden Stätten der Ureinwohner in der Juukan-Schlucht zur Gewinnung von Eisenerz im Mai dieses Jahres. «Was in Juukan passiert ist, war falsch», räumte das Unternehmen ein. Der Konzern werde sicherstellen, dass die Zerstörung eines Kulturerbes von derart außergewöhnlicher archäologischer und kultureller Bedeutung seitens des Unternehmens nie wieder vorkomme.

Das Alter der beiden Stätten in der Region Pilbara im Nordwesten des Landes war auf 46.000 Jahre geschätzt worden. Ihre Zerstörung hatte heftige Proteste ausgelöst und zu einer parlamentarischen Untersuchung geführt.

Der Konzern hat zudem den Managern den Bonus gekürzt. Laut Konzernangaben muss Konzernchef Jean-Sébastien Jacques auf rund drei Millionen Euro verzichten, der für die Abteilung Eisenerz zuständige Manager Chris Salisbury auf rund 670.000 Euro und die Kommunikationschefin Simone Nien auf rund 580.000 Euro.

(L'essentiel/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Edouard am 11.09.2020 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haha, doduech sinn déi 3 sëcher aarem an de Konzern kann quietschfidel weider maachen

  • Bully am 11.09.2020 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wat ging gescheien wann en normale Bierger dat ging machen? Ma ganz einfach,sie gingen hien an de Prisong setzen.An firwat geschieht dat net mat denen do,well se all korrupt sin. Rio Tinto fördert Bauxit am Guinee,do machen se och wat se wellen!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bully am 11.09.2020 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wat ging gescheien wann en normale Bierger dat ging machen? Ma ganz einfach,sie gingen hien an de Prisong setzen.An firwat geschieht dat net mat denen do,well se all korrupt sin. Rio Tinto fördert Bauxit am Guinee,do machen se och wat se wellen!!!

  • Edouard am 11.09.2020 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haha, doduech sinn déi 3 sëcher aarem an de Konzern kann quietschfidel weider maachen