Geschlechteridentitäten

11. Oktober 2021 22:39; Akt: 11.10.2021 22:56 Print

Lego streicht klassische Rollenbilder

Bei dem Spielzeughersteller kann nicht mehr nach Geschlecht eingekauft werden. Stattdessen gibt es Auswahlkriterien wie Interessen und Themen, um etwas Passendes zu finden.

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Der Spielzeughersteller Lego hat eine Studie in Auftrag gegeben, die Unterschiede bei Jungen und Mädchen aufzeigt. Die Studie wurde vom «Geena Davis Institute in Gender in Media», einer Organisation, die sich mit der Gleichstellung der Geschlechter und Geschlechteridentitäten auseinandersetzt, durchgeführt. Befragt wurden fast 7000 Kinder im Alter zwischen sechs bis 14 Jahren aus China, Japan, Polen, Russland den USA und weiteren Ländern.

Während Mädchen sich offener und selbstbewusster einer Vielzahl verschiedenster Aktivitäten zuwenden, zeigt die Studie, dass das nicht im gleichen Maße für Jungen gilt, schreibt «The Guardian». Laut der Umfrage des Geena Davis Institute haben 71 Prozent der Jungen Angst, dass sie gehänselt werden, wenn sie mit Mädchenspielzeug spielen.

Eltern von Jungen sind besorgter

Auch sind Eltern von Jungen eher besorgt, als die Eltern von Mädchen, wenn ihr Kind an Spielsachen des anderen Geschlechts Freude zeigt. «Bis die Gesellschaft anerkennt, dass Verhaltensweisen und Aktivitäten, die typischerweise mit Frauen verbunden werden, ebenso wertvoll oder wichtig sind, werden Eltern und Kinder zögern, sie zu akzeptieren», sagt Madeline di Nonno, Geschäftsführerin des Geena Davis Institute.

Wie die Produkt- und Marketingleiterin von Lego, Julia Goldin, sagt, habe Lego keines seiner Produkte mehr als Mädchen- oder Jungenspielzeug gekennzeichnet. Auf der Webseite kann man nach Thema, Alter, Interessen oder Preissegment ein passendes Set aussuchen. «Wir arbeiten daran, Lego integrativer zu machen», sagt Goldin. In Großbritannien startete 2012 die Kampagne «Let Toys Be Toys», um Druck auf die Hersteller von Kinderspielzeug auszuüben.

Langsamer Fortschritt

Der Fortschritt ist jedoch schleppend. Das hängt auch mit den Eltern zusammen, wie das Geena Davis Institute erklärt. Alte Stereotypisierungen führten dazu, dass auch Eltern bis zu sechs mal häufiger an Männer als Athleten oder Wissenschaftler dachten, statt an eine weibliche Athletin oder an eine Forscherin.

«Wir testen alle Spielsachen mit Jungen und Mädchen und inkludieren mehr und mehr weibliche Vorbilder», sagt Goldin und weiter: «Das Ziel ist, alle Kinder zu ermutigen, auch mit Sachen zu spielen, die traditionell als «nicht für sie» angesehen wurden».

(L'essentiel/Angela Rosser)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Playmobilerin am 25.10.2021 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lego, LMAA!

  • Gen X am 12.10.2021 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schade - Lego hätte es nicht nötig sich diesem Quatsch zu beugen!

  • Thomas Bosch am 12.10.2021 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt steht Kopf, haben wir denn wirklich sonst keine Probleme!?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Playmobilerin am 25.10.2021 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lego, LMAA!

  • Thomas Bosch am 12.10.2021 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt steht Kopf, haben wir denn wirklich sonst keine Probleme!?

  • Gen X am 12.10.2021 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schade - Lego hätte es nicht nötig sich diesem Quatsch zu beugen!

  • Nintendo am 12.10.2021 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Grund mehr diesen Müll nicht mehr zu kaufen.

  • JOHNNY am 11.10.2021 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat gesait en definitif un de Saachen dass bei de Meedecher de Cliché bei Lego bedingt gett andeems dFiguren anescht sinn an dann och nach lila a rosa…. Kukt op YT mol „Held der Steine“!