In Belgien

10. Januar 2019 11:16; Akt: 10.01.2019 11:58 Print

Mobilfunker Proximus streicht fast 2000 Stellen

BRÜSSEL/LUXEMBURG – Die Telekommunikationsfirma Proximus will kräftig umkrempeln. Bis 2022 sollen 1900 Stellen gestrichen und gleichzeitig 1250 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

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Vorstandschefin Dominique Leroy bestätigte das Restrukturierungsprogramm bei Proximus. (Bild: AFP/Virginie Lefour)

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Der belgische Mobilfunk-Anbieter Proximus hat am Donnerstag bestätigt, im Rahmen einer Umstrukturierung 1900 Stellen innerhalb der nächsten drei Jahre zu streichen. Im selben Zeitraum will Proximus 1250 Digital-Spezialisten neu einstellen.

Das 1930 als RTT gegründete Unternehmen gehört mehrheitlich dem belgischen Staat. Künftig will sich Proximus von einem Telekommunikationsunternehmen zu einem «digitalen Dienstleister» wandeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

«Aggressive Marktbedingungen»

Die Umstrukturierung bei Proximus ist bereits seit zwei Tagen Thema in der belgischen Presse, am Donnerstag wurden die Spekulationen vom Unternehmen bestätigt. Zuvor war die Aktie des Providers vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden. Proximus-Chefin Dominique Leroy wurde am Mittwoch zu Premierminister Charles Michel bestellt, um dem Regierungschef die Gründe für die geplanten Entlassungen zu erklären. Wie im Anschluss an das Treffen verlautete, hätten die «aggressiven Bedingungen auf dem Markt» Proximus praktisch keine andere Wahl gelassen.

Proximus kündigte an, Gespräche mit den Sozialpartnern aufzunehmen, um einen neuen «sozialen Rahmen» zu definieren und weitere Kostensenkungen zu erreichen. Proximus steht unter Druck, da bald ein vierter Anbieter in den belgischen Mobilfunkmarkt eintreten will.

Auch in Luxemburg aktiv

Der Telekom-Betreiber ist auch in Luxemburg aktiv und beschäftigt hierzulande 600 Mitarbeiter. Anfang diesen Jahres trat die Fusion zwischen Telindus und Tango in Kraft. Die beiden Firmen treten künftig unter dem Namen Proximus Luxembourg auf. Wie sich die Umstrukturierung im Mutterunternehmen auf die luxemburgische Filiale auswirkt, ist noch nicht bekannt.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marcel P am 11.01.2019 04:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ech wärt souweisou gleich do kündigen

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  • marcel P am 11.01.2019 04:24 Report Diesen Beitrag melden

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