Hausmeister klagte

12. August 2018 10:37; Akt: 12.08.2018 10:37 Print

Monsanto muss fast 300 Mio an Hausmeister zahlen

Ein an Lymphdrüsenkrebs erkrankter Mann bekommt knapp 300 Millionen Dollar zugesprochen. Er ging gegen den Großagrarkonzern vor.

Monsanto muss Millionen zahlen: Der Hausmeister machte den Agrarkonzern für seine Krebserkrankung verantwortlich. (Video: Tamedia/AFP)

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Ein US-Gericht hat den Agrarkonzern Monsanto zur Zahlung von 285 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt, weil seine glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Krebs verursacht haben sollen. Die Mittel hätten «wesentlich» zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen, befand das Geschworenengericht am Freitag in San Francisco. Das Geld wurde dem ehemaligen Hausmeister Dewayne Johnson zugesprochen, der unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und die Herbizide von Monsanto dafür verantwortlich macht.

Die Geschworenen-Jury begründete das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kunden davor gewarnt zu haben, dass die Herbizide Krebs auslösen könnten. Dadurch habe sich der Konzern der «Heimtücke» schuldig gemacht. Der 46-jährige Kläger hatte die Herbizide als Hausmeister mehrerer Schulen über Jahre hinweg in großen Mengen angewendet.

Monsanto sieht keine Krebsgefahr

Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob die in den Unkrautvernichtungsmitteln Roundup und RangerPro enthaltene Chemikalie Glyphosat möglicherweise eine krebsauslösende Wirkung hat. Monsanto, das seit kurzem zum Bayer-Konzern gehört, bestreitet eine krebsauslösende Wirkung seines Produkts.

Unter Experten ist hochumstritten, ob Glyphosat tatsächlich Krebs verursachen kann. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass keine Krebsgefahr von dem Herbizid ausgeht. Dagegen hatte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren konstatiert, dass Glyphosat «wahrscheinlich krebserregend bei Menschen» sei.

In den USA machen tausende Krebskranke Monsanto für ihr Leiden verantwortlich. Ein Bundesrichter in San Francisco hatte im vergangenen Monat mehr als 400 weitere Klagen wegen der möglichen krebsauslösenden Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels zugelassen.

(L'essentiel/roy/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stop die tötende Lügenindustrie!!! am 13.08.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Überlebende können gegen Monsanto klagen, denn Getötete klagen nicht ... alle Insekten, Vögel, Würmer, Mäuse ... Schweine, Menschen müssen sich endlich wehren gegen die ungestrafkriminelle Auslöschung von Leben auf dieser Erde, die jedem Erdwesen gehört u nicht der Industrie! Nicht nur MONSANTO muss verklagt werden, sondern alle Politiker die das Töten von Monsanto unterstützen u unterstützt haben, obwohl gewusst ist/war, dass es krebserregend ist, was aus Profitgier nicht deklariert ist, damit jedes Kind es überall kaufen u verspritzen kann... sowie BAYER, der das Gift weiterhin verkauft!

  • Daweb am 13.08.2018 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat ass gut lo hoffen ech dass weider Kloe kommen déi Bayer/Monsanto verléiert. Da war dat grousst Geschäft fir Bayer ower nit esou grouss!

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  • Daweb am 13.08.2018 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat ass gut lo hoffen ech dass weider Kloe kommen déi Bayer/Monsanto verléiert. Da war dat grousst Geschäft fir Bayer ower nit esou grouss!

  • Stop die tötende Lügenindustrie!!! am 13.08.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Überlebende können gegen Monsanto klagen, denn Getötete klagen nicht ... alle Insekten, Vögel, Würmer, Mäuse ... Schweine, Menschen müssen sich endlich wehren gegen die ungestrafkriminelle Auslöschung von Leben auf dieser Erde, die jedem Erdwesen gehört u nicht der Industrie! Nicht nur MONSANTO muss verklagt werden, sondern alle Politiker die das Töten von Monsanto unterstützen u unterstützt haben, obwohl gewusst ist/war, dass es krebserregend ist, was aus Profitgier nicht deklariert ist, damit jedes Kind es überall kaufen u verspritzen kann... sowie BAYER, der das Gift weiterhin verkauft!