Tech-Milliardär

22. Juli 2021 10:25; Akt: 22.07.2021 10:29 Print

Musk redet über Bitcoin und schon reagiert der Kurs

Der Gründer von Tesla bleibt der Kryptowährung gegenüber aufgeschlossen. Zudem stört ihn der Umstand, dass er in Europa auf seine Bankguthaben Negativzinsen bezahlen muss.

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Tech-Milliardär Elon Musk hat seine Unterstützung für Kryptowährungen wie Bitcoin einmal mehr verdeutlicht. Bei der Branchenkonferenz «The B Word» bekräftigte der Starunternehmer am Mittwoch, dass sein Elektroautobauer Tesla Bitcoins gegenüber trotz Umweltbedenken aufgrund des hohen Stromverbrauchs aufgeschlossen bleibe. «Tesla wird Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder als Zahlungsmittel akzeptieren», sagte Musk. Auch seine Raumfahrtfirma SpaceX besitze Bitcoins und habe nicht vor, diese zu verkaufen.

Grüne Energie für Rechner gefordert

Musk betonte jedoch, dass die Umweltbilanz der ältesten und bekanntesten Kryptowährung besser werden müsse – bei der «Mining» genannten Bitcoin-Erzeugung durch aufwendige Rechnerprozesse sollten mindestens 50 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Musk machte bei der Konferenz, wo mit Twitter-Chef Jack Dorsey und Cathie Wood von Ark Invest weitere prominente Krypto-Fans sprachen, keinen Hehl aus seiner Sympathie für Digitalwährungen. Privat halte er neben Bitcoins auch Ethereum und Dogecoin.

Musks Unstetigkeit beinflusst den Kurs

Der zuletzt arg gebeutelte Kryptomarkt reagierte mit kräftigen Kursanstiegen auf Musks Aussagen. Der Bitcoin-Kurs, der am Dienstag unter die Marke von 30.000 Dollar gefallen war, schoss zeitweise bis auf 32.800 Dollar. Auch die zweitgrößte Cyberwährung Ethereum und Dogecoin legten kräftig zu. Musk jagt die Kurse am Markt schon länger rauf und runter. Im Februar hatte er verkündet, dass Tesla in größerem Stil in Bitcoin investiert habe und bald Zahlungen damit annehmen werde. Letzteres nahm er ein paar Monate später wegen der Umweltbedenken wieder zurück, was den Bitcoin-Kurs stark belastete.

Keine Lust, Negativzinsen zu bezahlen

Grundsätzlich sprach sich Musk jedoch immer schon für Kryptowährungen aus, so auch nun wieder. «Ich würde es gerne sehen, wenn Bitcoin Erfolg hat», sagte der Tesla-Chef. «Wenn der Preis fällt, verliere auch ich Geld – und ich habe nicht vor, mich von meinen Bitcoins zu trennen.» Bei der Gesprächsrunde mit Dorsey und Wood ging es auch darum, welche vermeintlichen Vorteile Cyberwährungen generell für das Cash-Management von Firmen haben könnten. Dass Tesla etwa in Europa negative Zinsen auf Bankguthaben zahlen müsse, mache ihn «verrückt», so Musk. Das Geld solle besser in Bitcoin gesteckt werden.

(L'essentiel/DPA/pco)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Veritas am 22.07.2021 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    An Europa ginn et zwar genuch Alternativen zum "Geld op der Bank parken." Dovun ofgesinn, fannen ech et net super, dass den Bitcoin un Volatilitéit zouhëllt, all Kéiers wou den Musk tweet. Heen mecht sech domadder sëlwer net unbedingt eng Freed, genau daat hällt nämlech verschidden Leit an Firmen dovun of, sech Bitcoins (oder aaner Cryptowährungen) zouzeléen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Veritas am 22.07.2021 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    An Europa ginn et zwar genuch Alternativen zum "Geld op der Bank parken." Dovun ofgesinn, fannen ech et net super, dass den Bitcoin un Volatilitéit zouhëllt, all Kéiers wou den Musk tweet. Heen mecht sech domadder sëlwer net unbedingt eng Freed, genau daat hällt nämlech verschidden Leit an Firmen dovun of, sech Bitcoins (oder aaner Cryptowährungen) zouzeléen.