Grossbritannien

01. September 2020 08:12; Akt: 01.09.2020 08:13 Print

Politiker fürchten Geisterstädte wegen Homeoffice

Homeoffice ist bei den Briten besonders beliebt. So sehr, dass viele auch nach der Krise zu Hause arbeiten möchten. Um den Briten das Büro schmackhaft zu machen, startet die Regierung nun eine große Kampagne.

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Homeoffice ist in der Corona-Krise ein globales Thema. Besonders viele Briten arbeiten von zu Hause aus. Ende Juli war erst ein Drittel der britischen Büroangestellten zurück am Arbeitsplatz. In Deutschland, Italien oder Spanien waren es zu dem Zeitpunkt bereits drei Viertel, wie eine Analyse der US-Bank Morgan Stanley zeigt.

Nun steigt unter den britischen Politikern und Unternehmensverbänden die Sorge, dass es noch lange dauert, bis die Beschäftigten zur Büro-Rückkehr bereit sind. Denn die Folgen für die Bürozentren mit ihren Cafés, Pubs und Händlern sind erheblich, wie die Welt berichtet. Einige der normalerweise geschäftigsten Zentren glichen Geisterstädten, sagt die Geschäftsführerin des Industrieverbands Confederation of British Industries.

Die Sandwich-Kette Pret A Manger kündigte an, dass sie einem Drittel ihrer Belegschaft kündigen werde. Laut dem Vorstandschef der Kette sind besonders Filialen in zentralen Lagen in London betroffen, die in der Vergangenheit zu den gewinnträchtigsten gehörten. Auch der Konzern SSP, der mit Caffè Ritazza und Upper Crust vor allem an Bahnhöfen und Flughäfen zu finden ist, strich 5000 Jobs.

Regierung startet Kampagne zur Rückkehr ins Büro

Deshalb startet das Cabinet Office diese Woche eine große Kampagne mit der Botschaft, dass die Lage sicher genug sei und die Briten ins Büro zurückkehren könnten. «Es ist an Angestellten und Arbeitgebern, in jedem Fall die richtige Balance auszuarbeiten», sagte Verkehrsminister Grant Shapps dem Sender Sky News im Videointerview von zu Hause aus.

Viele Firmen wollen ihren Angestellten aber zumindest noch bis Anfang nächsten Jahres oder gar ohne zeitliche Begrenzung Homeoffice erlauben. Das kommt gut an. Laut einer Umfrage der Universitäten Cardiff und Southampton wollen 88 Prozent der Teilnehmer, die während des Lockdown zu Hause gearbeitet haben, das zumindest gelegentlich auch künftig machen.

(L'essentiel/Fabian Pöschl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Füllstoff Mensch am 01.09.2020 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    die Leute müssen zurück ins Büro, um die grossflächigen Büroräume u die Strassen der Stadt zu füllen ...

  • Jacques am 01.09.2020 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Entwicklung war vorauszusehen. Schon heute gleichen viel Städte am Wochenende Geisterstädten. Grosse Schuld trägt die Verbannung des Automobils, die dazu geführt hat dass Einkaufs- und Vergnügungszentren, mit Parkmöglichkeit, ausserhalb der Städte entstanden sind und die lokale Bevölkerung nur noch in die Stadt kommt wenn es sein muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacques am 01.09.2020 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Entwicklung war vorauszusehen. Schon heute gleichen viel Städte am Wochenende Geisterstädten. Grosse Schuld trägt die Verbannung des Automobils, die dazu geführt hat dass Einkaufs- und Vergnügungszentren, mit Parkmöglichkeit, ausserhalb der Städte entstanden sind und die lokale Bevölkerung nur noch in die Stadt kommt wenn es sein muss.

  • Füllstoff Mensch am 01.09.2020 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    die Leute müssen zurück ins Büro, um die grossflächigen Büroräume u die Strassen der Stadt zu füllen ...