Bayer

28. August 2020 11:41; Akt: 28.08.2020 11:41 Print

Richter äußert Zweifel am Glyphosat-​​Vergleich

Das Gerichtsverfahren gegen den Agrar- und Pharmakonzern Bayer könnte wieder aufgenommen werden, sollte der Vergleich nicht bald abgeschlossen werden.

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Im Rechtsstreit wegen des angeblich krebserregenden Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hat der zuständige US-Bezirksrichter Vince Chabria Fortschritte bei den Abschlussarbeiten für den von Bayer erzielten Milliarden-Vergleich bemängelt. Chabria forderte bei einer Anhörung Teilnehmerkreisen zufolge am Donnerstag die Konfliktparteien auf, den Abschluss des Vergleichs voranzutreiben, aber auch über die nächsten Schritte zu beraten, sollte das Verfahren wieder aufgenommen werden.

Er habe zudem eine neue Anhörung für den 24. September angesetzt, um die Fortschritte zu erörtern. Bayer erklärte, die Umsetzung eines Vergleichs dieser Größenordnung verlaufe häufig holprig. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern sei aber «weiterhin zuversichtlich, dass eine umfassende Einigung zum Abschluss gebracht und umgesetzt wird».

Klagewelle gegen Bayer

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge drohte der Richter bei der Anhörung damit, die Aussetzung des Gerichtsverfahrens zurückzunehmen. Der Richter habe die Darstellung des Vergleichs durch Bayer im Juni scharf kritisiert. Der Vergleich sei weniger definiert als von Bayer dargestellt. Der Richter ergänzte demnach, er sei geneigt, mehrere vertrauliche Schreiben von Klägeranwälten öffentlich zu machen. Darin werde Bayer vorgeworfen, sich nicht an die Vereinbarung zu halten.

Bayer hatte sich Ende Juni mit einem Großteil der Kläger auf einen insgesamt fast elf Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt. Die Klagewelle hatte sich Bayer mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto eingehandelt.

(L'essentiel/Yasmin Rosner/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • die Amis sind alle wie Kinder am 30.08.2020 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    In den USA braucht man als Verbraucher vermutlich den Beipackzettel nicht zu lesen und hat auch keine Eigenverantwortung bei der falschen Anwendung.

  • Gentech is no Food am 30.08.2020 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    komisch: so wichtig die Gesundheit plötzlich bei der Coronaepidemie zu sein scheint, so unwichtig ist sie seit Jahrzehnten bei der Vergiftung durch Roundup & Gentech für den BAYERkonzern & Gates, die mit ihrem Gift weltweit Naturschäden betreiben, die Mensch, Tier u Pflanze Krebs u Gendefekte einbringen, während die WHO u Politicker mit Bayer/Monsantoaktien in der Tasche durch die Finger zuschaun ... eine Verseuchung die ihresgleichen sucht u durch langjährige Richterverfahren andauernd in die Länge gezogen wird, um auch weiterhin sanktionsbefreit die Erde u ihre Bewohner vergiften zu können!

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