Handy-Überraschung

05. September 2018 11:40; Akt: 05.09.2018 12:04 Print

Deutsche Ministerin tappt in Roaming-​​Falle

Die deutsche Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) spricht sich für weitere EU-Roaming-Reform aus – nachdem sie selbst in die Kostenfalle getappt ist.

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Die deutsche Verbraucherschutzministerin, Katarina Barley, möchte beim Thema Roaming noch einmal nachfassen. (Bild: DPA/Jens Büttner)

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Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) setzt sich angesichts möglicher Kostenfallen für eine Verbesserung der EU-Roaming-Regelungen beim Mobilfunk ein. «Daran arbeiten wir alle gemeinsam», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die EU-Ebene. Zwar koste das Telefonieren vom EU-Ausland nach Hause im Urlaub inzwischen genauso so viel wie im Inland. «Aber das gilt nicht für das Telefonieren von zu Hause in ein anderes EU-Land.» Das könne dann sehr teuer werden. «Hier ist Aufklärung wichtig.»

Man habe zumindest schon sichergestellt, dass diese Tarife in Zukunft erschwinglicher und günstiger werden, sagte Barley zu EU-Beschlüssen, die für den Herbst geplant sind. Ein Problem ist zudem, dass viele Nutzer zum Beispiel nicht wissen, dass bei einer Schiffsreise im Urlaub die Roaming-Regeln mit den gleichen Kosten wie zu Hause nicht gelten. Diese gelten nur für Internet-Surfen und Telefonieren auf dem Land (terrestrische Verbindungen), nicht aber auf See. So können Zusatzkosten drohen.

Menschen sollen vernünftig kommunizieren können

«Ich fände es gut, wenn Verbraucher informiert werden, wenn sie einen bestimmten Kostenwert überschritten haben, so dass sie am Ende nicht auf einem riesigen Gebührenberg sitzen», schlug Barley vor. Die Aufklärungspflichten für die Telekommunikationsdienstleister müsse man sich noch einmal anschauen. «In einem Europa, das vom Austausch lebt, und wo man möchte, dass Menschen auch mal in anderen Ländern leben, ist es wichtig, dass die Menschen auch vernünftig miteinander kommunizieren können.»

Ausgerechnet die Verbraucherschutzministerin selbst war jüngst in die bestehenden Kostenfallen getappt. Barley telefoniert viel in die Niederlande, seitdem sie mit dem Basketball-Trainer Marco van den Berg liiert ist. Dieser arbeitet in Amsterdam und war zuvor beim Zweitligisten Römerstrom Gladiators Trier angestellt.

Sie bekam eine Rechnung über rund 400 Euro, rief den Anbieter an und erfuhr, dass in diesem Fall die Roaming-Regelungen nicht greifen. Wenn Barley aber von ihrer Heimat Trier zum Beispiel wenige Kilometer hinüber nach Luxemburg fahren würde und von dort aus in den Niederlanden anruft, wäre es weit billiger für sie. Oder aber wenn sie eine SIM-Karte eines Anbieters aus einem anderen EU-Land hätte. Das sei eine Grauzone.

(sb/L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 05.09.2018 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Et pourtant on dit que ce sont des gens intelligents qui ce trouve au Gouvernement.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 05.09.2018 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Et pourtant on dit que ce sont des gens intelligents qui ce trouve au Gouvernement.

    • @Léon am 05.09.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

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