Tesla-Chef

17. Mai 2020 14:12; Akt: 17.05.2020 14:30 Print

So verrückt benimmt sich Musk in der Corona-​​Krise

Die Corona-Krise bekommt Tesla-Chef Elon Musk nicht gut: Er will seinen gesamten Besitz verkaufen und für seine Arbeiter in den Knast gehen.

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Tesla-Gründer Elon Musk (48) ist schon seit längerem bekannt dafür, mit skurrilen Auftritten auf Twitter für Aufsehen zu sorgen. Doch während der Corona-Krise scheint der Milliardär zu seiner Höchstform aufzulaufen. Denn ihm passt der Lockdown gar nicht: «Befreit Amerika jetzt», twitterte er bereits Ende April. An einer Konferenz zu den Quartalszahlen nannte er den Lockdown sogar «faschistisch». Dabei hat ihn die Isolation zu einigen verrückten Tweets verleitet:

Musk will in den Knast

Am Montag verkündete Musk, dass er die Tesla-Produktion im Stammwerk in Kalifornien wieder hochfahren will. Doch im Bezirk Alameda, wo sich das Werk befindet, gelten noch Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Gearbeitet werden darf dort laut der lokalen Gesundheitsbehörde noch nicht.

Er werde höchstpersönlich vor Ort in der Fabrik sein, kündigte Musk auf Twitter an. Sollte es zu Festnahmen kommen, werde er darum bitten, dass nur er ins Gefängnis komme. Damit provoziert der Tesla-Chef einen Streit mit den Behörden. Doch das scheint ganz im Sinne von Musk zu sein. Denn die sozialen Medien seien für ihn eine «Kriegszone», wie er selbst sagt.

Besitz belastet – darum muss alles weg

Anfang Mai verkündete Musk auf Twitter plötzlich, dass er seine gesamten physischen Besitztümer verkaufen wolle. Und tatsächlich stehen drei seiner Häuser in Kalifornien zum Verkauf bereit für insgesamt 75 Millionen Dollar.

Er wolle nicht mehr dafür angegriffen werden, dass er Milliardär sei, wie Musk in einem Podcast von US-Comedian Joe Rogan erklärte. «Ich denke, Besitztümer belasten dich irgendwie. Sie sind eine Art Angriffsvektor, weißt du?», erklärte Musk seine Entscheidung.

Laut «Wall Street Journal» verzichtet Musk aber nicht nur aus Überzeugung auf seine Besitztümer: Der Tesla-Chef sei knapp bei Kasse. Denn Musks Vermögen von geschätzt 39 Milliarden Dollar besteht vor allem aus seiner Beteiligung an Tesla und der Weltraumfirma SpaceX. Musk ist also nur auf Papier reich.

Auf Twitter stellt Musk aber klar, dass er seinen Besitz nicht wegen Geldproblemen verkaufen möchte. Besitztümer würden ihn nur belasten. «Ich widme mich nun voll und ganz dem Mars und der Erde», schreibt er weiter.

Mit einem Tweet 14 Milliarden Dollar weg

Mit sonderbaren Tweets setzte Musk Anfang Monat auch gleich sein eigenes Unternehmen an der Börse unter Druck: Der Aktienkurs des Elektroautobauers Tesla sei zu hoch, schrieb er. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die Tesla-Aktie fiel im New Yorker Börsenhandel zeitweise um rund zwölf Prozent. Das entspricht rund 14 Milliarden Dollar.

Mit dieser Aktion verärgerte der Tesla-Chef auch viele Aktionäre, die Geld dadurch verloren. Zudem hat Musk damit gegen eine Vereinbarung mit den Behörden verstoßen. Musk muss Tweets vom Unternehmen nämlich freigeben lassen. Denn im Sommer 2018 ließ der Tech-Milliardär verlauten, dass er erwäge, Tesla von der Börse zu nehmen. An den Aktienmärkten sorgte das für Trubel: Die Börsenaufsicht SEC warf Musk Irreführung der Aktionäre vor. Er musste als Tesla-Aufsichtsratschef zurücktreten und bekam Auflagen für seine Äußerungen in Onlinemedien.

Ein seltsamer Baby-Name

Mitten in der Quarantäne wurde Elon Musk zudem wieder Vater. Die Mutter des Kindes ist die kanadische Avantgarde-Pop-Musikerin Grimes (32). Sie ist mit Musk seit zwei Jahren liiert. Für Schlagzeilen sorgte der gewählte Baby-Name: X Æ A-12 Musk.

Die Mutter des Kindes erklärte den Baby-Namen auf Twitter: X stehe für die unbekannte Variable. Æ sei aus dem elfischen Alphabet entlehnt und stehe für AI, was Liebe und künstliche Intelligenz bedeute. A-12 scheint ein Flugzeugstyp zu sein, und schließlich stehe A für ihren Lieblingssong «Archangel».

Wie der Name betont wird, darüber sind sich aber nicht einmal die frischgebackenen Eltern einig. Laut Musk werde der Name: X Ash A Twelve ausgesprochen. Grimes hingegen sagt, dass der Buchstabe Æ als A und I ausgesprochen werde.

Musk hat bereits fünf Söhne mit Ex-Frau Justine Musk (47). Seine anderen fünf Söhne Damian, Griffin, Xavier, Saxon und Kai können sich über konventionellere Namen als ihr kürzlich geborener Halbbruder freuen.

(L'essentiel/Barbara Scherer)

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