In Luxemburg
15. März 2018 12:31; Akt: 15.03.2018 15:39 Print
Sozialdumping soll «wirksam bekämpft werden»
LUXEMBURG – Im Jahr 2017 hat die Regierung zahlreiche Verstöße gegen die Rechte von entsandten Arbeitern registriert. Das spülte fast eine dreiviertel Million in die Staatskasse.

Luxemburg, Belgien und die Niederlande wollen gemeinsam gegen Sozialdumping vorgehen. (Bild: AFP)
Während die EU-Arbeitsminister im Oktober letzten Jahres eine Einigung über die Höchstarbeitszeit (12 Monate) erzielt haben, führte Luxemburg im vergangenen Jahr weiterhin zahlreiche Kontrollen in Unternehmen durch, die entsandte Arbeiter beschäftigen. Diese werden von ihrem Arbeitgeber in ein anderes EU-Land geschickt.
Auf eine parlamentarische Frage des DP-Abgeordneten André Bauler stellte Arbeitsminister Nicolas Schmit Statistiken zur Verfügung, die den Willen der Regierung verdeutlichen sollen, «Sozialdumping aufzuspüren und zu bekämpfen». So führten beispielsweise Beamte der Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung und der Gewerbeaufsicht (ITM) 2017 insgesamt 1689 Kontrollen von entsandten Arbeitnehmern durch. Dabei wurden Geldbußen in Höhe von rund 737.000 Euro verhängt, nachdem die beteiligten Unternehmen die Geldbußen in Anspruch genommen hatten.
Die Kontrolleure wurden auch auf Bitten anderer EU-Mitgliedstaaten tätig und überprüften einige Unternehmen im Bezug auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. In diesem Rahmen wurden Bußgelder in Höhe von 28.500 Euro fällig. Seit Anfang 2016 haben die Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung und die ITM ihre Zusammenarbeit bei der Kontrolle von entsandten Arbeitnehmern intensiviert, um das «Sozialdumping wirksamer zu bekämpfen», erklärt Schmit.
(pp/L'essentiel)
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