«Preisweite» berechnet

26. Februar 2019 15:21; Akt: 26.02.2019 15:30 Print

Tesla top, Smart flop, VW und BMW so lala

Ein deutsches Verkaufsportal hat die Reichweite in Zusammenhang mit dem Verkaufspreis gesetzt und so die «Preisweite» von E-Autos berechnet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Man kanns drehen und wenden, wie man will: Das wichtigste Argument für oder gegen ein E-Auto ist nach wie vor die Reichweite. Niemand will Schweißausbrüche haben, weil er die Klimaanlage einschaltet oder einen Umweg fahren muss. «R.I.P» sei das größte Problem der Branche in Sachen E-Mobilität, sagt der deutsche Experte Stefan Bratzel. «R.I.P.», das steht für «Rest in Peace», Ruhe in Frieden. Aber auch für die drei Problembereiche von E-Autos: Reichweite, Infrastruktur, Preis.

An der Reichweite wird derzeit auf Hersteller- und Behördenebene mit Hochdruck gearbeitet. Doch wie sieht es mit Preis und Reichweite aus? Diese Frage hat sich das deutsche Autoverkaufsportal Carwow gestellt und die «Preisweite» für E-Autos berechnet. Sie wird ermittelt, indem man den durchschnittlichen Angebotspreis von einem Elektroauto der Norm-Reichweite seines Standard-Akkus gegenübergestellt.

Tesla weit voraus

An der Spitze der Preisweite-Rangliste findet man einen überraschenden Sieger: das Tesla Model 3. Der durchschnittliche Angebotspreis von 56.380 Euro steht hier einer Reichweite von bis zu 560 Kilometern gegenüber, woraus sich eine Spitzenpreisweite von 101 Euro pro E-Kilometer errechnet. Und das, obwohl beim Model 3 keine Angebotsabzüge beim Verkaufspreis gemacht wurden.

Asiaten als Verfolger

Platz zwei teilen sich der Kia Soul EV und der Hyundai Ioniq. Der Soul EV kostet 28.924 Euro und kommt 250 Kilometer weit, während der Hyundai Ioniq Elektro 32.513 Euro kostet und 280 Kilometer fährt. Für beide muss man 116 Euro/km bezahlen. Platz drei geht an das weltweit meistverkaufte Elektroauto, den Nissan Leaf. Mit einer Reichweite von 270 Kilometern bei einem Angebotspreis von 34.382 Euro kommt der Japaner auf 127 Euro/km.

Deutsche im Mittelfeld

Deutsche Modelle wie der BMW i3, der VW e-Golf, der VW e-up! sowie der E-SUV Mercedes EQC bilden das Mittelfeld. Am günstigsten ist der BMW i3 mit 136 €/km. Die beiden VW-Modelle schneiden unterschiedlich ab: Die Preisweite ist mit 141 €/km beim e-Golf besser als beim e-up! mit 166 €/km. Mit 143 Euro/km reiht sich der Mercedes EQC zwischen den beiden VWs ein. Und die Franzosen? Der Citroën E-Mehari (25.217 Euro) und der Renault Zoe (23.084 Euro) kosten ähnlich viel und bieten eine Reichweite von 195 Kilometern bzw. 175 Kilometern, so dass beide auf eine fast identische Preisweite (129 respektive 132 €/km) kommen.

Teure Premium-Stromer

Erwartungslaut im hinteren Bereich findet man Premium-Modelle. Bei Angebotspreisen von 71.981 Euro (Jaguar) und 73.508 Euro (Audi) und einer Reichweite von 470 und 417 Kilometern kommen der I-Pace und der e-tron auf 153 und 176 Euro/km. Noch schlechter schneiden zwei besonders günstige E-Autos ab: der Citroën C-Zero und der Peugeot iOn sind die Schlusslichter. Sie kosten zwar nur knapp über 20.000 Euro, kommen aber nur auf 100 Kilometer Reichweite und damit von 202 Euro/km – doppelt so viel wie beim Tesla Model 3.

Smart teuer und limitiert

Als Flop in Sachen Preisweite erweist sich der Smart: Das Smart EQ fortwo Cabrio hat bei einem Angebotspreis von 29.849 Euro und einer Reichweite von 145 Kilometern eine Preisweite von teuren 206 €/km, und auch der Smart fortwo schneidet mit 174 Euro pro Kilometer unterdurchschnittlich ab.

Letztlich ist die «Preisweite» eine Spielerei.

Letztlich ist die Preisweite eine Spielerei. Ein Indiz ist sie aber allemal. Und dass ein E-Auto heute für 100 Euro pro Kilometer Reichweite zu haben ist, wäre bis vor kurzem undenkbar gewesen.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolfi am 26.02.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde eher sagen VW schwer Kaka.

  • Komplizierter am 27.02.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Relevant fände ich eher: Wie lange braucht das Auto, um Strom für 1 km Reichweite nachzuladen? Das müsste man dann noch im Verhältnis zum Kaufpreis, zur Batteriekapazität (Reichweite) und zum Verbrauch setzen. Und so hätte man einen Indikator, der zeigt, welches E-Auto die beste Preis-Leistung bietet, wenn es um die Eignung für lange Strecken geht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Komplizierter am 27.02.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Relevant fände ich eher: Wie lange braucht das Auto, um Strom für 1 km Reichweite nachzuladen? Das müsste man dann noch im Verhältnis zum Kaufpreis, zur Batteriekapazität (Reichweite) und zum Verbrauch setzen. Und so hätte man einen Indikator, der zeigt, welches E-Auto die beste Preis-Leistung bietet, wenn es um die Eignung für lange Strecken geht.

  • Wolfi am 26.02.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde eher sagen VW schwer Kaka.