Dieselgate

27. August 2018 21:51; Akt: 27.08.2018 22:03 Print

US-​​Aufseher wirft VW mangelnde Transparenz vor

Larry Thompson soll VW nach dem Abgasskandal im Auftrag der US-Justiz drei Jahre lang kontrollieren. In seinem ersten Bericht kritisiert er den deutschen Autobauer.

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Der von den US-Behörden bei Volkswagen eingesetzte US-Aufseher Larry Thompson legt während einer Pressekonferenz in einem Konferenzraum im Stammwerk von Volkswagen seinen ersten Zwischenbericht nach dem Abgas-Skandal vor. (Bild: Holger Hollemann/dpa)

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Mehr Transparenz gefordert, Verstöße festgestellt: Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen aufgefordert, sämtliche Informationen zeitnah zur Verfügung zu stellen. Vereinzelt sei er mit der Zurückhaltung bei der Übermittlung bestimmter Informationen nicht einverstanden, hieß es im am Montag veröffentlichten ersten Zwischenbericht Thompsons nach «Dieselgate». Dort wurden auch zwei Verstöße gegen die Auflagen festgestellt. Volkswagen-Rechtsvorstand Hiltrud Werner erklärte, es gebe große Fortschritte - aber auch immer noch Schwächen.

Aufgabe des früheren US-Staatssekretärs Thompson und seines rund 60-köpfigen Teams ist es, Volkswagen drei Jahre lang auf die Finger zu schauen, damit sich kriminelles Verhalten wie im Abgasskandal nicht wiederholt. Im Detail: Der Kontrolleur überwacht, ob der Autobauer den mit den US-Behörden geschlossenen Milliardenvergleich einhält. Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, in den USA die Abgasreinigung von Autos mit Dieselmotor manipuliert und so Kunden und Behörden betrogen zu haben. Kürzlich hatte Thompson fehlende personelle Folgen nach dem millionenfachen Betrug mit manipulierter Abgasreinigung kritisiert. Allerdings kündigte VW inzwischen an, sich von Mitarbeitern trennen zu wollen, die in die Abgas-Affäre verwickelt waren.

Der VW-Aufseher erklärte, es sei verfrüht, zu sagen, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen gekommen sei: «Wir sind eher am Anfang unserer Audit-Arbeit.» Volkswagen solle ein «besseres Unternehmen» werden. «Das ist unser gemeinsames Ziel», betonte er.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Losch am 27.08.2018 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    VW verhält sich genauso wie die katholische Kirche. Nur die Sachen zugeben die schon läbgst bewiesen sind. Armselig und verachtenswürdig!!!!

  • Léon am 27.08.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Et en Europe on les laisse tranquille aucune poursuite et aucun dédommagements pour les usagers .Le contraire des américains la preuve que les dirigeants européens sont des faibles.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 27.08.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Et en Europe on les laisse tranquille aucune poursuite et aucun dédommagements pour les usagers .Le contraire des américains la preuve que les dirigeants européens sont des faibles.

  • Losch am 27.08.2018 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    VW verhält sich genauso wie die katholische Kirche. Nur die Sachen zugeben die schon läbgst bewiesen sind. Armselig und verachtenswürdig!!!!