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31. Mai 2018 15:56; Akt: 31.05.2018 17:28 Print

USA erheben Strafzölle auf EU-​​Stahl und Aluminium

Im Handelsstreit machen die USA ernst. Ab Mitternacht gelten die neuen Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe auch für die EU.

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US-Handelsminister Wilbur Ross. (Bild: Saul Loeb)

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Die USA erheben Strafzölle auf Importe von Stahl und Aluminium aus der EU. Die Zölle gelten ab diesem Freitag, wie US-Handelsminister Wilbur Ross am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Europäische Union war in den vergangenen Wochen vorläufig von diesen Aufschlägen befreit gewesen und hatte sich in vergeblich um eine dauerhafte Ausnahmeregelung bemüht.

Auch Luxemburg ist von dieser Regelung stark betroffen. In seiner Rede zur außen- und europapolitischen Lage vor der Chamber hat Außenminister Jean Asselborn darauf hingewiesen, dass die Luxemburger Stahlindustrie wegen der Zölle bis zu zehn Prozent seiner Stahlexporte einbüße.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich inzwischen zu der Entscheidung der USA geäußert. Es sei «ein schlechter Tag für den Welthandel». Die USA lasse der EU keine andere Wahl als eine Streitbeilegung vonseiten der WHO zu erwirken und selbst Zölle auf diverse US-Produkte zu erlassen.

Gescheiterte Verhandlungen

In den vergangenen Wochen ist eifrig verhandelt worden. Diese Gespräche hätten jedoch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt, sagte Ross. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ihrerseits kurz vor der jetzigen Bekanntgabe zu den Zöllen aus Washington angekündigt, die EU werde «klug, entschieden und gemeinsam» antworten.

Sie sei sich mit den Partnern in der Europäischen Union einig, dass diese Zölle nicht vereinbar seien mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO), sagte die Kanzlerin am Donnerstag in Lissabon nach einem Treffen mit dem mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten António Costa.

Whiskey, Jeans und Motorräder

Die EU hatte in den vergangenen Wochen Gegenzölle auf US-Produkte im Wert von fast drei Milliarden Euro vorbereitet. Diese könnten etwa Whiskey, Jeans und Motorräder aus den USA treffen.

Trump hatte die Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium bereits im März verhängt. Er nahm die EU jedoch vorläufig davon aus, um Raum für die Verhandlungen zu geben. Seither gab es zahlreiche Gespräche, in denen es nicht nur um den Handel mit Stahl und Aluminium, sondern generell den Warenverkehr zwischen den USA und Europa ging.

Ein Konsens über eine Neuausrichtung der Handelsbeziehungen wurde dabei nicht erzielt. Trump beklagt ein eklatantes Ungleichgewicht zu Lasten der USA im Handel mit Europa. Er hat auch mit Strafzöllen auf europäische Autos gedroht.

(dix/L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rob/Rob am 31.05.2018 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann kapieren die europäischen Politiker und Medien endlich, dass unser schlimmster Feind nicht in Moskau sitzt sondern in Washington?

  • remo raffaelli am 31.05.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eine Warnung an die EU. Die Wirtschaftskrise spitzt sich immer mehr zu. Also EUbonzen jetzt müssen Sie handeln , oder wir können uns nichts mehr leisten !

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  • remo raffaelli am 31.05.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eine Warnung an die EU. Die Wirtschaftskrise spitzt sich immer mehr zu. Also EUbonzen jetzt müssen Sie handeln , oder wir können uns nichts mehr leisten !

  • Rob/Rob am 31.05.2018 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann kapieren die europäischen Politiker und Medien endlich, dass unser schlimmster Feind nicht in Moskau sitzt sondern in Washington?