Asiatische Vormacht

22. August 2018 19:22; Akt: 22.08.2018 19:23 Print

VW-​​Chef sieht bei Batteriezellen Rückstand

E-Autos, Digitalisierung - der Umbruch in der Autobranche ist gewaltig. VW-Chef Diess will die Abhängigkeit von asiatischen Batterieherstellern möglichst verringern.

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VW-Chef Herbert Diess weiß um die Abhängigkeit vom asiatischen Markt. (Bild: Bernd von Jutrczenka)

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Volkswagen-Konzernchef-Chef Herbert Diess sieht in der enormen Marktmacht asiatischer Anbieter bei Batteriezellen für E-Autos eine schwere Belastung für die deutschen Autobauer. Es sei aber noch nicht zu spät, in die Batteriefertigung einzusteigen, sagte der Manager dem Handelsblatt. «Ich finde es erschreckend, dass wir in diese große Abhängigkeit geraten sind.» Bis 2025 geht er von einem potenziellen Umsatz von bis zu 60 Milliarden Euro mit Auto-Akkus aus. «Eine noch größere Herausforderung ist es, das Auto nahtlos mit dem Internet zu verbinden.»

Mit dem Elektroantrieb gebe es für die Hersteller weniger Unterscheidungsmöglichkeiten, erklärte Diess. «Eine Differenzierungsmöglichkeit bietet vor allem die Intelligenz des Autos.» Software im Auto spiele die entscheidende Rolle: «Doch wenn wir ganz ehrlich sind: Das ist bisher nicht die Domäne der deutschen Autohersteller, das können Konzerne wie Google und Amazon noch deutlich besser.» Klar sei aber auch: «Wir müssen die digitale Transformation bewältigen, wenn wir überleben wollen.»

VW muss liefern

Er forderte zusätzliche Anstrengungen - auch mit der Hilfe von Übernahmen oder Partnerschaften mit anderen Unternehmen wolle Volkswagen sich die entsprechenden Fähigkeiten erschließen. Details nannte er nicht, kündigte aber «weitere Ergebnisse» in den kommenden Monaten an. «Wir brauchen hier einen extrem schnellen Kompetenzaufbau», betonte er. «Schwächen darf sich ein Konzern wie Volkswagen nicht erlauben.»

Diess kündigte an, das Auto werde voll vernetzt wie ein Smartphone sein, Software-Updates für neue Funktionen sollten «over the air» - also ohne physische Kabelverbindung und ohne Werkstattbesuch - erfolgen. Das bietet auch bereits der E-Auto-Pionier Tesla. Insgesamt werde sich der Verkehr effizienter steuern lassen. Außerdem müssten die Hersteller bei der Auswertung der Daten besser werden - es gebe immer noch zu viele Autofahrer, die sich unterwegs lieber auf Handy-Informationen statt auf die Navigationsgeräte der Autobauer verließen. Mit der Vernetzung der Autos werde sich die Zeit der Internetnutzung weltweit in etwa verdoppeln, schätzte Diess. «Da entstehen ganz neue Märkte.»

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 22.08.2018 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gutt dass Tesla dat schon virun puer Joer faerdeg bruecht huet... wei emmer hänken dEuropäer do all hannendrun...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 22.08.2018 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gutt dass Tesla dat schon virun puer Joer faerdeg bruecht huet... wei emmer hänken dEuropäer do all hannendrun...