Sparer oder Blockierer

30. Juli 2017 17:44; Akt: 30.07.2017 17:48 Print

Welcher Typ Ferien-​​Planer sind Sie?

Verpulvern Sie ihre Ferientage gleich Anfang Jahr oder verteilen Sie sie strategisch? Eine Typologie aus dem Arbeitsalltag.

storybild

Ferien sind toll – und wenn man schlau plant, hat man (scheinbar) viel mehr davon... (Bild: Pixabay)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ob Wandern in den Schweizer Bergen oder gemütliches Entspannen am Strand: Ferien müssen meist von langer Hand geplant werden, denn im Büro, aber auch in der Werkstatt dürfen meist nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig verreisen. Beim Eingeben von Ferien geht jeder Angestellte anders vor. 20 Minuten präsentiert eine Typologie der gängigsten Ferientypen.

Der Gierige

Kaum hat das Jahr begonnen, muss der Gierige gleich mal zwei Drittel seiner Ferientage beziehen. Schließlich ist Thailand auch im Januar schön warm und der Winter in der Schweiz kaum zum Aushalten. Dumm nur: Für den Rest des Jahres klönt der Gierige dann bei seinen Kollegen, weil er im Büro sitzen muss, wenn sie sich schließlich ihre wohlverdienten freien Tage gönnen.

Der Sparer

Auf keinen Fall möchte der Sparer Anfang Jahr schon weg. Schließlich ist er von den Weihnachtstagen noch komplett erholt. Im Sommer bleibt er am liebsten auch zu Hause, denn dann ist es in der Schweiz doch am schönsten. Ende Jahr, wenn alle ihre Tage schon aufgebraucht haben, kann dieser sparsame Typ schließlich verreisen – und sich über die Kollegen lustig machen, die in den dunklen November- und Dezembertagen das Büro hüten müssen.

Der Vernünftige

Eine Woche im Februar in die Skiferien, dann im Frühjahr ein paar Tage auf den Städtetrip und im Sommer, wie sich das gehört, zwei Wochen an den Strand. Der Vernünftige arbeitet beim Eingeben von Ferien quasi brav ein Programm ab und übertreibt es nie. Schließlich hieß es schon in der Schule, dass der goldene Mittelweg stets der beste sei.

Der Blockierer

Nach Auffahrt die Brücke machen, die Woche nach dem Ostermontag und nach Pfingsten freinehmen sowie sicherstellen, dass die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr frei sind: Gleich zu Jahresbeginn rennt der Blockierer zum Chef und schnappt sich all die guten Brückentage für seine Ferien weg. Bei seinen Kollegen macht er sich damit zwar sehr unbeliebt, aber das ist ihm komplett egal. Schließlich möchte er seine Freizeit maximieren.

Der Langzeitabwesende

Die Ferien übers ganze Jahr verteilen? Nicht mit dem Langzeitabwesenden. Dieser Typ nimmt sich seine Ferien immer am Stück, damit er entweder mit dem Van die US-Westküste runter brettern kann, oder um die transsibirische Eisenbahn bis nach Wladiwostok abzufahren. Weil er sich auch noch ein paar Wochen unbezahlt dazu genommen hat, fragen sich die Kollegen nach seiner Rückkehr ins Büro: «Wer ist dieser Typ?»

Der Verpeilte

«Was? Es ist schon wieder November? Mist, ich war dieses Jahr ja noch gar nie in den Ferien!» So oder ähnlich geht es dem Verpeilten jedes Jahr. Weil er im Leben zwar viel zu tun hat und sich gerne amüsieren geht, dafür aber nicht unbedingt ans andere Ende der Welt reisen muss, vergisst er schlicht seine Ferien zu nehmen. Deshalb muss er dann Ende Jahr zwangsmäßig zur schlechtesten Reisezeit spontan irgendwo hingehen, weil der Chef ihm verbietet, die Ferien ins nächste Jahr mitzunehmen.

Der Workaholic

Auch der Workaholic nimmt – ähnlich wie der Verpeilte – seine Ferien nicht. Grund ist aber ein anderer: Er hasst es, auf der faulen Haut zu liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Viel lieber möchte er im Büro noch ein bisschen rumstrebern und beweisen, dass er die allerschönste Power-Point-Präsi vorbereiten kann. Manchmal hat er aber auch einfach Angst davor, die Tage zu nehmen. Wie zum Beispiel die «Financial Times» berichtet, möchten viele englische Angestellte derzeit nicht in die Ferien, weil sie Angst haben, aufgrund der Brexit-Unsicherheiten gleich entlassen zu werden.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.