Dr. Sex

31. März 2020 09:34; Akt: 31.03.2020 10:25 Print

«Diese Corona-​​Krise geht mir auf den Sack!»

Felice ist im Homeoffice. Täglich ist es schwieriger für ihn, sich von der Partnerin und den Kindern abzugrenzen. Und gestern kam es beinahe zu einem Eklat.

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Die Corona-Krise nervt Leser Felice. (Symbolbild) (Bild: Nadezhda1906)

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Frage von Felice (36) an Dr. Sex: Ich bin nun schon mehr als eine Woche zu Hause im Homeoffice. Leider bin ich hier aber nicht allein. Auch meine Frau kann nicht mehr arbeiten. Und unsere beiden Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter müssen beschäftigt und versorgt werden. Am Anfang war es ja noch ganz cool.

Kein Stress mehr am Morgen, kein Streit darüber, wer zuerst ins Bad darf. Gemütliche Fernsehabende auf dem Sofa. Und während die Kinder draußen waren, hatten wir sogar wieder einmal Sex. Aber mittlerweile ist es einfach nur noch die Hölle und ich drehe am Rad. Diese Corona-Krise geht mir auf den Sack!

Der dauernde Lärm der Kinder und keine Möglichkeit zu haben, mich auch nur halbwegs zurückzuziehen, um in Ruhe zu arbeiten, machen mich fix und fertig. Gestern bin ich sogar ausgerastet und habe den Älteren angeschrien. Das Resultat war ein krasser Streit mit meiner Frau. So kann es nicht weitergehen. Was soll ich tun?

Antwort von Dr. Sex

Lieber Felice

Sich nicht mehr frei bewegen zu können und fast rund um die Uhr so nah aufeinander zu sein, ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Aus der Forschung weiß man, dass in solchen Krisensituationen das Risiko massiv steigt, die Kontrolle zu verlieren und Gewalt anzuwenden. Und wie fast immer sind es die Schwächsten, die die Gewalt zu spüren bekommen: Kinder und Frauen.

Ich finde es super, dass du dir Hilfe holst und nicht einfach versuchst, irgendwie über die Runden zu kommen!

Wichtig scheint mir nun, dass du zusammen mit deiner Partnerin und deinen Kindern nach Möglichkeiten suchst, um Struktur und Abwechslung in euren Alltag zu bringen. Idealerweise sorgt ihr auch dafür, dass er für alle einen oder zwei Höhepunkte beinhaltet, auf die man sich freuen kann.

Falls du dies nicht sowieso schon tust: Bewege dich körperlich! Zurzeit ist es ja nicht verboten, sich im Freien aufzuhalten. Du kannst also problemlos joggen gehen oder kurze Spaziergänge machen. Vielleicht hast du ja Lust, ab und zu deinen älteren Sohn mitzunehmen? Oder fühlt es sich für dich besser an, dann allein zu sein?

Unumgänglich ist eine Tagesstruktur. Steh zu einem fixen Zeitpunkt auf, auch wenn du die Wohnung nicht verlassen musst. Und gib dir fixe Arbeitszeiten. Vielleicht magst du ja früher als sonst beginnen, weil die Kinder dann noch schlafen? Schau auch, dass du gewisse Aufgaben draußen erledigen kannst, während du spazierst.

Erstelle zudem einen Notfallplan, in dem du für dich festhältst, was du tust, wenn du merkst, dass der Druck steigt. Ich wünsche dir – und uns allen –, dass diese Geschichte bald zu Ende ist und bis dahin viel Kraft und alles Gute!

(L'essentiel/wer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • polchen am 09.04.2020 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Géi mat denge Kanner an de Bösch an weis hinnen déi schéin Beem an erklär hinne daat waat Sie gesinn An owes hellste Peppi an den Arm an schwetz hier léiw an Ouer Dann geseiste waat geschidd Well brellen brengt neischt Einfach probéieren Hunn och 2 Enkelen am muss Sie ennerhaalen Mach et gud

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  • polchen am 09.04.2020 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Géi mat denge Kanner an de Bösch an weis hinnen déi schéin Beem an erklär hinne daat waat Sie gesinn An owes hellste Peppi an den Arm an schwetz hier léiw an Ouer Dann geseiste waat geschidd Well brellen brengt neischt Einfach probéieren Hunn och 2 Enkelen am muss Sie ennerhaalen Mach et gud