Corona-Pandemie

20. März 2020 08:00; Akt: 20.03.2020 08:09 Print

Luxemburg begegnet dem Virus mit Solidarität

LUXEMBURG – Seit dem Beginn der Bewegungseinschränkung haben die Bürger immer mehr Hilfsaktionen ins Leben gerufen.

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Sébastien erledigt auf seinem Fahrrad für seine Mitmenschen die Einkäufe. (Bild: L'essentiel)

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Neben all den schlechten Nachrichten, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, gibt es auch eine gute Entwicklung: Die Gesellschaft Luxemburgs rückt an vielen Stellen enger zusammen. Viele junge Menschen gehen für ihre älteren Nachbarn einkaufen, Reinigungsfirmen schenken den Krankenhäusern Schutzmasken, die Pfadfinder engagieren sich in großem Maße. Über die sozialenNetzwerke verbreiten sich immer mehr Hilfsaktionen.

So hat beispielsweise ein junger Mann aus Esch/Alzette seine Leidenschaft für den Radsport in den Dienst der guten Sache gestellt: Sébastien, 25 Jahre alt und Lehrer, erledigt mit seinem Fahrrad viele Einkäufe in seiner Nachbarschaft. «Viele Menschen können es einfach nicht mehr machen. So kann ich helfen», sagt er. Täglich steuert er Supermärkte und Apotheken an. Fünf Personen melden sich regelmäßig bei ihm. «Wenn sie etwas brauchen, schwinge ich mich aufs Rad», sagt der Eschers, der stets mit Atemschutzmaske und Handschuhen unterwegs ist. «Solidarität und Isolation sind entscheidend», sagt er.

« Nur so schaffen wir es aus dieser Krise »

Zwei Krankenschwestern vom Kirchberg gründeten sie Facebook-Gruppe, Zesummen stark «strong together», die in weniger als einer Woche mehr als 12.000 Mitglieder gewonnen hat. Dort werden Erfahrungen ausgetauscht, Sicherheitsmaßnahmen gepostet und Mängel angeprangert. «Wenn Menschen in Schwierigkeiten stecken, wird ihnen von jemandem in der Gruppe geholfen», sagen die Gründerinnen.

«Christine arbeitet im Krankenhaus, ich bin in Elternzeit», erklärt Vania. Als sich die Lage verschlimmerte wollten sie irgendetwas tun. «Diese Gruppe zeigt, dass wir noch immer an einem Strang ziehen. Nur so schaffen wir es aus dieser Krise», sagt Vania.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anonyme am 20.03.2020 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ja das ist gut... aber schlecht ist es wenn Firmen in Echternach immer noch mit dem Fingerabdruck ihre Arbeitszeit festhalten müssen. !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonyme am 20.03.2020 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ja das ist gut... aber schlecht ist es wenn Firmen in Echternach immer noch mit dem Fingerabdruck ihre Arbeitszeit festhalten müssen. !

    • @Anonyme am 20.03.2020 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      Was hat das jetzt genau mit dem Artikel zu tun?

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