Corona-Schock

01. Juli 2020 12:22; Akt: 01.07.2020 12:46 Print

USA kaufen globale Remdesivir-​​Vorräte auf

Die US-Regierung kauft, laut Zeitungsberichten, den weltweiten Vorrat des Corona-Medikaments Remdesivir vom US-Hersteller Gilead Science für die nächsten drei Monate auf.

storybild

Die US-Regierung hat 500.000 Dosen des Wirkstoffs Remdesivir bestellt. (Bild: Fadel Dawood)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Suche nach einem wirksamen Mittel gegen Covid-19 hat einiges an Zeit gekostet. Einige Mittel wurden getestet und als nutzlos oder gar gefährlich verworfen. Eines der vielversprechendsten Mittel ist Remdesivir des US-Pharmakonzerns Gilead Science. Die US-Regierung von Donald Trump hat nun offenbar die gesamte Produktion mehrerer Monate aufgekauft. Wie der britische Guardian am Mittwoch berichtet, soll die Trump Administration 500.000 Dosen des Wirkstoffs bestellt haben.

Experten auf der ganzen Welt zeigten sich dem Bericht nach schockiert über das Vorgehen der USA. Dies beeinträchtige nicht bloß die Versorgung der Weltbevölkerung mit dem Wirkstoff, sondern werfe auch ein Schlaglicht auf das mögliche Verhalten der Vereinigten Staaten im Falle der Verfügbarkeit einer Impfung. Die USA hatte bereits bei der Beschaffung von Schutzmaterial in der Krise wenig Rücksicht auf die restlichen Länder der Welt genommen.

« Da bleibt für Europa nichts übrig»

Die bestellte Menge umfasst dabei die komplette Produktion des Monats Juli und immerhin 90 Prozent des Produktionsvolumens für die Monate August und September. «Sie haben Zugang zu einem Großteil der Produktion, da bleibt für Europa nichts übrig», sagte Dr. Andrew Hill, Forscher der Liverpooler Universität gegenüber der britischen Zeitung.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte bereits im Mai den Wirkstoff im Kampf gegen Covid-19 zugelassen. Die Europäische Arzneimittelbehörde hatte einen Zulassung des eigentlich gegen Ebola entwickelten Wirkstoffes in Europa im Juni erteilt.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Netdentrump am 02.07.2020 00:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @kaa Zanter 2016? LoL Dat ass dem Amerikaner seng Natur. Zwar huet den Trump „America first“ als Wahlkampfslogen benotzt, mä eigentlich ass daat zanter Joerzingten d‘Attitude vum Uncle Sam. An mir Europäër sinn do (glecklicherweis) einfach ze social. Dat schleit nach enmol hannenerem den Egoismus vun den Amis. Ward mol oof.

  • Crazy D am 01.07.2020 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Andere trinken Desinfektionsmittel ...

  • kaa am 01.07.2020 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Europa ass selwer schold. Zanter 2016 ass dach gewosst wou déi amerkanesch Rees hin geet! Mee mir verléieren kostbar Zäit mat palavréieren an de falschen Leit Suen nozedroen anstatt endlech zesummenzekommen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco am 02.07.2020 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Do gesait een wou Patenter ob Medikamenter hin féieren. Dass si alles opkaafen as net den Problem. Mee dass een dann mol keng Generika kann produzéieren soulaang en Patent drop as, daat as den Problem.

    • Jean-Claude am 02.07.2020 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Eine fünftägige Behandlung mit sechs Dosen Remdesivir kostet 2780 Euro bei 6 Euro Herstellungskosten. Für eine Behandlung mit Hexachloroquine + Azithromycin + Zinksulfat zahlt der Patient vielleicht 20 Euro da keine Patente mehr drauf sind. Insiderhandel ist verboten aber Politiker könnten (!!!) das umgehen. Sie kaufen Aktien von Gilead Sciences und ändern dann die Gesetzte. Einfach dekadent sich am Leid anderer zu bereichern und Politiker zu kaufen um billige Arzneien zu verbieten.

    einklappen einklappen
  • Netdentrump am 02.07.2020 00:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @kaa Zanter 2016? LoL Dat ass dem Amerikaner seng Natur. Zwar huet den Trump „America first“ als Wahlkampfslogen benotzt, mä eigentlich ass daat zanter Joerzingten d‘Attitude vum Uncle Sam. An mir Europäër sinn do (glecklicherweis) einfach ze social. Dat schleit nach enmol hannenerem den Egoismus vun den Amis. Ward mol oof.

  • Crazy D am 01.07.2020 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Andere trinken Desinfektionsmittel ...

  • kaa am 01.07.2020 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Europa ass selwer schold. Zanter 2016 ass dach gewosst wou déi amerkanesch Rees hin geet! Mee mir verléieren kostbar Zäit mat palavréieren an de falschen Leit Suen nozedroen anstatt endlech zesummenzekommen!