Neu im Kino

27. August 2020 16:23; Akt: 27.08.2020 16:27 Print

Der Film der das Kino retten soll

«Tenet», der erste Blockbuster seit Corona, ist gestern in den Kinos angelaufen. Er soll die Kinos vor leeren Sälen retten. Insights über den Film gibt es hier!

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Nach dreimaliger Verschiebung des Filmstarts ist das Budget strapaziert. Für das Branchenmagazin Variety schätzten Insider, dass jeder Aufschub aufgrund der Corona-Pandemie mit 200.000 bis 400.000 US-Dollar dem Budget extra zusetzte. Das Verlustgeschäft, das Hollywood bei einem Filmstart vor leeren Rängen droht, ist weit größer. Die Folge: Statt Presse aus aller Welt zu Interviews nach L.A. oder London einzufliegen, wurde eine virtuelle Pressekonferenz veranstaltet. Zumindest in Sachen Promo scheint also für die Filmwelt wieder Struktur einzukehren.

Das Chaos ist hier dirigiert. Aber es passt zum Film, der beworben wird. «Tenet» folgt einer Logik, die außer Regisseur Nolan kaum jemand zu begreifen scheint, darin liegt der Reiz. Komponist Ludwig Göransson erklärte, er habe den Streifen an die 50-mal in voller Länge schauen müssen, um alle Nuancen zu fassen.

Auch einige Insights wurden während der virtuellen Pressekonferenz mit Regisseur, Schauspielern und Produzenten des voraussichtlich größten Sommerblockbusters 2020 ausgeplaudert. Und die wollen wir euch nicht vorenthalten.

1. Christopher Nolan singt auf dem Soundtrack

Wobei: Singen ist das falsche Wort. Komponist Ludwig Göransson, der anstelle von Nolans überbuchten Go-to-Komponisten Hans Zimmer für die Filmmusik verantwortlich war, erklärte: «Was man da hört, ist Christophers Atem.» Mit einem zarten Hauchen hat der Soundtrack nichts zu tun, er ist aber, wie man es sich von Christopher Nolans Filmen gewohnt ist: intensiv und sackstark.

2. Robert Pattinson lernte, das Chaos zu genießen

«Wer herausfindet, worum es hier wirklich geht, dem vergeht der Spaß», erklärt Robert Pattinson die «Tenet»-Welt. «Aber Neil liebt das Chaos. Er ist sich dessen auf strube Weise vollends bewusst und genießt die Situation.» Diese Einstellung sei für ihn ein Anknüpfungspunkt gewesen, sich in seine Figur zu versetzen.

3. Elizabeth Debicki fand eine revolutionäre Frauenfigur

«Wir sehen eine Frau, die für ihre Freiheit kämpft und dabei ihre eigene Einflussmacht kennenlernt», erklärte die 30-jährige Australierin. Besonders im Spionage-Genre sei diese Authentizität und Komplexität neu. «Für mich ist diese Frauenrolle, die Christopher geschrieben hat, revolutionär.»

4. John David Washington nutzte Verletzlichkeit als Waffe

Als ehemaliger American Football-Profi machen dem 36-jährigen die Actionszenen oft weit weniger zu schaffen als den meisten seiner Kollegen. Emotional war Washington aber dennoch gefordert: «Ich glaube, was den Protagonisten antreibt, ist der Glaube an die Gemeinschaft und die Fähigkeit der Menschheit, sich anzupassen und sich weiterzuentwickeln», so Washington. «Er war bereit, für diese Überzeugung zu sterben», diese Verletzlichkeit sei gleichzeitig Stärke und Waffe.

Hier der Trailer zu «Tenet».

(L'essentiel/Melanie Biedermann)

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