«First Man»

07. November 2018 08:23; Akt: 07.11.2018 08:25 Print

Ryan, klappt es jetzt endlich mit dem Oscar?

In «First Man» schlüpft Ryan Gosling in die Rolle von Neil Armstong – dem ersten Mann auf dem Mond. Er ist brillant. Genauso wie der Film.

«Ryan, ich will nicht zum Mond!» Claire Foy und Ryan Gosling im 20-Minuten-Interview. (Video: Catharina Steiner)

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Damien Chazelle (33) ist ein großartiger Filmemacher. Und einer, der jedes Genre kann. Im Indie-Drama «Whiplash» ließ ein sadistischer Musiklehrer seinen Schüler so lange auf das Schlagzeug dreschen, bis seine Finger bluteten. Das moderne Musical «La La Land» machte selbst hartgesottene Zyniker kurzzeitig zu Romantikern. Und jetzt schießt er Ryan Gosling (37) auf den Mond. Und wie!

Die Geschichte der Apollo-11-Mission rund um Neil Armstrong wurde natürlich bereits verfilmt. Aber nie so gut wie von Chazelle. Er inszeniert kein Heldenepos, sondern entromantisiert das Genre. Er zeigt, wie unglaublich hart die Raumfahrt damals für den Körper war und dass Menschen bei Tests sterben mussten, um wissenschaftliche Fortschritte zu ermöglichen.

Astronauten auf den Mond zu schicken, war eigentlich ein irrwitziges Projekt, wenn man bedenkt, dass in den Raumfahrtskapseln der Sechzigerjahre weniger Technik steckte als in einem iPhone. Blut, Schweiß und Tränen – so lässt sich das beeindruckende Biopic «First Man» in drei Worten zusammenfassen.

Der Trailer zum Film. (Video: Universal Pictures)

Kein Hurra-Patriotismus

Dass Chazelle auch darauf verzichtet hat zu zeigen, wie Armstrong am 20. Juli 1969 eine US-Flagge auf dem Mond platzierte, brachte ihm viel Kritik von patriotischen Landsleuten ein. Das ist aber genau die Intention seines Films. Der Amerikaner erzählt «First Man» als Errungenschaft der Menschheit und lässt sich nicht für Hurra-Patriotismus einspannen.

Das Drama sollte Gosling erneut eine Nominierung als bester Hauptdarsteller bei der kommenden Oscar-Verleihung einbringen. Für «Half Nelson» und zuletzt «La la Land» durfte er schon auf ein Goldmännchen hoffen – beide Male ging er schließlich leer aus. Am 24. Februar 2019 könnte es nun endlich so weit sein. Für seine zurückhaltende Darstellung gilt er schon jetzt als einer der großen Favoriten.

Was Ryan Gosling mit Neil Armstrong gemeinsam hat und ob er für den Job des Astronauten taugen würde, verrät er oben im Video.

«First Man» läuft ab Donnerstag in den Kinos.

(L'essentiel)

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