Neu zum Streamen

01. Mai 2020 11:36; Akt: 01.05.2020 12:28 Print

So sieht das virtuelle Leben nach dem Tod aus

Auf Amzon Prime gibt es ein digitales Jenseits, Netflix zeigt eine alternative Version von Hollywood – das und Weiteres gibt's neu zum Streamen.

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«Upload»

Stell dir vor, es ist 2033 und du kannst nach dem Tod weiterleben – genau darum geht's in «Upload»: App-Entwickler und Partytiger Nathan (Robbie Amell) stirbt, als sein selbstfahrendes Auto einen Unfall baut.

Er wird in den familieneigenen Jenseits-Account seiner Freundin Ingrid (Allegra Edwards) hochgeladen, wo er von Beraterin Nora (Andy Allo) – die lebendig in einem Brooklyner Büro sitzt – in seinen neuen Alltag eingeführt wird, bis sich zwischen den beiden mehr entwickelt.

Daniels hat einen persönlichen Bezug

Autor Greg Daniels («The Office», «Parks and Recreation») kam die Idee zu «Upload» bereits vor dreißig Jahren, wie er gegenüber «The Hindu» verrät. Er habe sich damals gefragt, wie es wäre, wenn man die eigene Persönlichkeit digitalisieren könnte: «Heute trifft der Gedanke bei mir einen besonderen Nerv, weil ich so mit meinen zwei Kindern über den Tod hinaus in Kontakt bleiben könnte.»

Die Serie fokussiert sich auf Comedy, solle laut Daniels aber auch ernsthafte Themen wie Eingriffe in die Privatsphäre und die Abhängigkeit von Technik aufnehmen: «Am menschengemachten Jenseits ist interessant, dass es genauso unfair ist wie unser aktuelles Leben. Gier, Ungleichheit und Umweltzerstörung existieren auch da – es gibt weitaus weniger Gerechtigkeit als in der traditionellen Vorstellung von der Zeit nach dem Tod.»

«Upload» gibts ab dem 1. Mai auf Amazon Prime, den Trailer findest du oben.

«Hollywood»

Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpfen aufstrebende Schauspieltalente und Filmemacher in «Hollywood» nach Anerkennung, müssen jedoch feststellen, dass die schillernde Show-Welt ein System voller Rassismus und Sexismus mit sich bringt.

Hinter der Serie steckt Regisseur Ryan Murphy («American Horror Story», «The Politician»), der sich mit seiner Half Foundation für Chancengleichheit und gegen Diskriminierung bei Menschen hinter der Kamera einsetzt.

Alternatives Hollywood

Gegenüber «Indiewire» erklärt Drehbuchautorin Janet Mock, dass «Hollywood» mit einer alternativen Version der goldenen Traumfabrik-Zeit spielt: «Was wäre geschehen, wenn Homosexuelle ihre eigene Geschichte erzählt hätten? Was, wenn eine Frau die Entscheidung getroffen hätte? Was, wenn die Heldin nicht weiß gewesen wäre? In ‹Hollywood› werden alle einbezogen und bekommen einen Platz in der Geschichte.»

«Hollywood» gibts ab dem 1. Mai auf Netflix.

«The Half of It»

Ellie Chu (Leah Lewis) verdient sich ihr Taschengeld als Ghostwriterin: Für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler schreibt sie Aufsätze in deren Namen. Als Paul (Daniel Diemer) sich bei ihr meldet, denkt Ellie, dass sie wie gewohnt Hausaufgaben übernehmen soll – Paul braucht Ellies Hilfe allerdings, um seinem Crush Aster (Alexxis Lemire) zu schreiben.

Ellie willigt ein: Es entsteht ein reger Briefaustausch zwischen Aster und «Paul» (also eigentlich Ellie), mit der Zeit merkt die Ghostwriterin jedoch, dass die Verbindung mit Aster immer tiefer wird und sie Gefühle für sie entwickelt.

«The Half of It» gibt's ab dem 1. Mai auf Netflix.

«Trying»

Nikki (Esther Smith) und Jason (Rafe Spall) sind mitten in ihren Dreißigern und wünschen sich eine gemeinsame Familie – die Schwangerschaft will jedoch einfach nicht klappen. Die beiden entschließen sich dazu, ein Kind zu adoptieren, doch die Behörden müssen zuerst überzeugt werden.

Das Paar befürchtet, dass seine schrägen Freunde, die heikle Familie und ihr chaotisches Leben für Schwierigkeiten sorgen. Die beiden wollen zwar endlich erwachsen und sesshaft werden, aber sind sie wirklich bereit, Eltern zu sein?

«Trying» gibts ab dem 1. Mai auf Apple TV+.

(L'essentiel/Alisa Fäh)

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