Spritze statt Verhüterli

31. März 2016 22:14; Akt: 31.03.2016 22:20 Print

Ab 2018 kann Mann auch ohne Kondom verhüten

Punkto Verhütung hatten Männer bisher nicht die Qual der Wahl. Doch bald gesellt sich zu Kondom und Vasektomie eine dritte Methode.

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Die Lust ist groß, der Kinderwunsch hingegen weniger oder gar nicht vorhanden? Dann ist Verhütung angesagt. Während die Liste an Methoden für die Frau verhältnismäßig lang ist (siehe Infografik), fällt die Übersicht für den Mann überschaubar aus. Zur Wahl steht neben Kondomen nur die Vasektomie, bei der die Samenleiter operativ unterbrochen werden. Das wieder rückgängig zu machen, ist möglich, aber aufwendig und teuer.

Doch in zwei Jahren schon soll es eine dritte Variante der Empfängnisverhütung für den Mann geben: Vasalgel. Dieses polymere Hydrogel wird durch den Hodensack in den Samenleiter injiziert und blockiert dort anschließend den Spermienfluss.

Schneller verfügbar als geplant

Das funktioniert so ähnlich wie eine Vasektomie, ist aber laut «Science Alert» deutlich leichter umkehrbar. Denn der im ersten Schritt unterbundene Samenleiter kann später mithilfe einer zweiten Injektion wieder freigegeben werden. Dem Kinderwunsch stehe damit nichts mehr im Weg.

Bislang waren die Verantwortlichen, zu denen auch der Pharmakologe Donald Waller von der Universität von Illinois in Chicago zählt, von einer Lancierung im Jahr 2020 ausgegangen. Doch: «Die Ergebnisse unserer Studie an Kaninchen waren sogar noch besser als erwartet», so Waller. Deshalb könnten die Tests an Menschen noch in diesem Jahr beginnen. Verläuft alles nach Plan, soll Vasalgel in den USA ab 2018 erhältlich sein. Ob und ab wann es auch in der Schweiz zu kaufen sein wird, ist noch nicht bekannt.

(L'essentiel/fee)

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