Carlos Núñez

10. März 2016 11:01; Akt: 10.03.2016 11:20 Print

«Das Zeltik ist eine Marke geworden»

DÜDELINGEN – Carlos Núñez, Star der keltischen Musik, tritt am Samstag auf dem Zeltik Festival auf. Für ihn kann es keltische Musik sogar mit der Globalisierung aufnehmen.

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L'essentiel: Sie kommen zum sechsten Mal zum Zeltik nach Düdelingen. Fühlen Sie sich ein bisschen wie zu Hause? Carlos Núñez (Musiker): Ja, wir freuen uns, zurückzukehren. Wir sind mit dem Festival gewachsen. Das Festival ist gut konsolidiert, auch mit der Unterstützung von Freiwilligen. Das Zeltik ist eine Marke geworden, es ist ein Festival, das sowohl fröhlich als auch qualitativ ist.

Was sind Ihre Pläne für die neue Show? Dieses Jahr feiern wir den 20. Jahrestag des ersten Albums und der ersten Touren. Es wird einige Überraschungen geben, wir werden mit einigen neuen Talente arbeiten, vor allem mit jungen Musikerinnen. Für mich ist ein perfektes Konzert auf der Bühne wie ein Initiationserlebnis.

Für Sie eine Möglichkeit, etwas weiterzugeben? Ja, ich bin sehr jung mit den Chieftains, die irischen Maestros, aufgetreten. Ab dem Alter von 18 Jahren bin ich mit ihnen in den Vereinigten Staaten auf Tour gegangen. Mit Profis zu spielen, hat mein Leben verändert. Der Abstand zwischen Schule und wirklichem Leben ist manchmal viel zu groß. Und es ist sehr wichtig, junge Musiker an die Hand zu nehmen, es ist ein Weg, etwas weiterzugeben. Und wir lernen so auch eine Menge.

Sie haben früh in Europa und den Vereinigten Staaten gespielt. Gibt es Orte, wo Sie die keltische Botschaft noch nicht verkünden konnten? Es ist interessant ist, wir haben einen kleinen keltischen Planeten geschaffen. Es gibt eine neue Generation, die keltische Musik liebt. Sie hat etwas Authentisches. Früher berührte das nur Irland, Schottland, Galicien und die Bretagne. Aber heute ist Europa sich seiner keltischen Wurzeln bewusst. Und der keltische Traum ist nach Amerika, Japan, Afrika, Australien und sogar Alaska gereist. Dieser Traum basiert auf einem Geist der Brüderlichkeit.

Und erklären Sie sich so auch die in den vergangenen Jahren gestiegene Popularität der keltischen Musik? Ja, das ist aufgrund dieser Werte passiert. Denn trotz der Globalisierung ist die Welt sehr amerikanisiert. Keltische Musik hat eine Verbindung zu unserer eigenen Kultur, eine Beziehung mit der Natur und den Menschen.

Sie werden als Virtuose auf Flöte und Gaïta (Dudelsack) betrachtet. Fühlen Sie sich mit diesem Status wohl? Das waren nicht die Galicier, die mich so genannt haben, sondern die Amerikaner. Der Dudelsack ist ein wenig die E-Gitarre des Mittelalters. Seine Energie erinnert an Rock. Und ich habe mich ein wenig von Gitarristen wie Jimi Hendrix inspirieren lassen.

(Cédric Botzung/L'essentiel)

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