Musik in Luxemburg

25. September 2020 14:55; Akt: 25.09.2020 15:14 Print

Corona spielt Luxemburger Band in die Karten

DIFFERDINGEN – Zwar freut sich keine Band über Konzertabsagen, doch Corona gab den vier Luxemburger Musikern von «Tuys» die Möglichkeit, ihren neuen Sound zu verfeinern.

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Heute ist das Musikvideo zu Saturday Night, dem fünften und letzten Song der «A Curtain Call For Dreamers»-Serie von Tuys, erschienen. Hierfür haben die vier Musiker erstmals mit Produzent Max Hochmuth zusammengearbeitet. Eine produktive, aber vor allem durch Corona geprägte Zusammenarbeit. «Wir haben die Grundbasis für den Track an einem Nachmittag geschrieben – dann kam Corona», verriet Max in den Unison Studios in Differdingen, wo das Lied produziert wurde.

Weniger produktiv seien sie wegen der sanitären Krise aber nicht gewesen. «Wir haben einfach über Zoom weiterproduziert und uns im Mai mit Masken und viel Abstand im Studio zum Aufnehmen getroffen», verriet Tun Biever. Für den Schreibprozess sei Corona teils sogar von Vorteil gewesen, da man sich nicht ständig mit immer neuen Vorschlägen in die Quere gekommen sei.

Nur Konzert-technisch hat ihnen die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Die Release der Serie haben wir bereits zweimal verlegt. Viele Auslandskonzerte mussten verschoben oder abgesagt werden. Für eine Band, die in erster Linie eine Live-Band ist, ist das natürlich frustrierend», erzählten Tun und Yann Gengler.

« Die Lyrics sind das Skript zum Musikvideo »

Nicht so viele Konzerte spielen zu können, habe den Jungs von Tuys aber in gewisser Weise auch in die Karten gespielt. «Der Sound ist einfach anders als sonst, deshalb hatten wir anfangs Schwierigkeiten, die neuen Stücke auf die Bühne zu bringen.» A Curtain Call For Dreamers sollte nämlich vor allem eines sein: Ein Experiment, um sich zu finden beziehungsweise sich neu zu erfinden. Ein Vorhaben, das ihnen durchaus gelungen ist, findet auch Produzent Max: «Man könnte fast glauben, die Jungs sind erwachsen geworden», sagte dieser mit einem stolzen Grinsen im Gesicht.

Auch dass die Musikvideos eine primäre, statt nur einer Nebenrolle spielen, unterscheidet dieses Projekt von den vorherigen. Das habe aber nichts mit der Pandemie zu tun. Diese Entscheidung haben die Musiker schon viel früher getroffen. Für das große Finale der Serie wollten sie auch diese Idee noch einmal auf die Spitze treiben: «Die Lyrics sind gleichzeitig das Skript zum Musikvideo», erzählten uns die Bandmitglieder kurz vor der Veröffentlichung des Clips.

(Liz Mikos/L'essentiel)

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