Luxemburg

26. Oktober 2020 20:26; Akt: 26.10.2020 20:33 Print

Corona-​​Bußgelder kosten bald bis zu 500 Euro

LUXEMBURG – Gesundheitsministerin Paulette Lenert hat am Montagabend im Anschluss an den Gesundheitsausschuss der Chamber über die aktuelle Corona-Lage informiert.

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Etwas später als geplant hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) die Pressekonferenz am Montagabend eröffnet, bei der sie die letzten Wochen und die Regierungsentscheidungen zur Corona-Krise nochmal Revue passieren ließ. «Es ist mir wichtig, dass alles nachvollziehbar ist», so Lenert.

Sie nutzte die Gelegenheit, um den starken Anstieg der Neuinfektionen noch einmal nachzuzeichnen und verwies unter anderem auf die Vorhersage der «Corona Task Force» Mitte Oktober, dass Luxemburg im Dezember bis zu 370 Neuinfektionen pro Tag haben könnte. Ein Wert, der am vergangenen Samstag mit der Rekordzahl von 862 Neuinfektionen deutlich überschritten wurde. Innerhalb von einer Woche habe sich das Blatt dramatisch gewendet und die Regierung «musste schnell reagieren». Als besonders einschneidend nannte Lenert den 22. Oktober, als die Regierung Analysen der Kläranlagen erhielt, die auf eine deutlich erhöhte Verbreitung des Virus im Land hinwiesen. Mittlerweile sei das Großherzogtum an einem Punkt, wo man die Hälfte der täglichen Neuinfektionen nicht mehr genau zuordnen könne.

« Was wir nicht wollen ist ein kompletter Lockdown »

Aufgrund der neuen Erkenntnisse sei klar gewesen, dass man nicht mehr länger mit neuen Maßnahmen warten könne. Einen kompletten Lockdown wolle die Regierung um jeden Preis verhindern, so Lenert. Mit den nach der Regierungsrat-Sitzung am Freitag beschlossenen Maßnahmen wollte man einen Zwischenweg finden, der immer noch eine gewisse Normalität ermöglicht.

Ob Verschärfung der Maskenpflicht ab einer Zusammenkunft von vier Personen oder der nächtlichen Ausgangssperre: Hauptziel der neuen Maßnahmen sei es, «die Zahl der Interaktionen zu senken». Um dies sicherzustelle, kündigte Lenert einen verschärften Bußgeldkatalog an. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, muss mit höheren Bußgeldern rechnen. Verstöße von Privatpersonen werden in Zukunft mit mindestens 100 statt wie bisher 25 Euro geahndet. Die Geldstrafe können je nach Schwere bis auf 500 Euro ansteigen. Auch die Gastronomie müsse sich auf hohe Bußgelder einstellen, wenn die Sperrstunde um 23 Uhr missachtet wird.

Bis die neuen Maßnahmen von der Chamber abgesegnet werden, dürften laut Lenert voraussichtlich noch «zwei bis drei Tage vergehen».

(dm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ch m am 27.10.2020 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll die sch...,zuerst wird gemeckert dass die Strafen nicht hoch genug sind,jetzt werden sie erhöht und trotzdem ist keiner zufrieden,für die die mit anderer Leute Leben spielen sind sie nicht hoch genug,irgendwo muss das Geld ja wieder reinkommen das Papa Staat die ganzen Monate verteilt hat,oder wollt ihr wieder höhere Steuern,dann ist auch wieder keiner zufrieden,irgendwas müssen sie ja machen um die infizierten Zahlen zu senken,denn so kann es ja auch nicht weiter gehen,ehrlich gesagt einen neuen Lookdown würden wir kaum überstehen,dann könnten viele ihre Tür für immer zusperren,das bringt auch nichts,wird Zeit dass die Leute begreifen wie ernst es ist und dass es kein Spaß mehr ist.

  • Leser am 26.10.2020 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ma dann hoffen mer emol dat dei Stroofen och durchgesat gin.

  • svendorca am 26.10.2020 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    nach ze belleg..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouterketti am 27.10.2020 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach net deier genuch - hoffen dass vill kontrolleiert gett

    • Polizeistat. am 27.10.2020 13:29 Report Diesen Beitrag melden

      Gëtt et awer gottseidank net.

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  • Daweb am 27.10.2020 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    All déi dat gudd fannen sin zwar net méi ze retten! Mat geldstrofen géint e virus iwwerleed einfach mal fir 2 sue!

    • @Daweb am 27.10.2020 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn der Ruf nach Venunft nicht bewirkt dann eben mit Strafen.

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  • Cram am 27.10.2020 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1 Woch Prisong wär na besser

    • Freck am 27.10.2020 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      An ech haat gemengt déi Leit déi sech net u Regelen kënnen halen hätte kee Gehier. Sou kann ee sech ieren.

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  • ch m am 27.10.2020 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll die sch...,zuerst wird gemeckert dass die Strafen nicht hoch genug sind,jetzt werden sie erhöht und trotzdem ist keiner zufrieden,für die die mit anderer Leute Leben spielen sind sie nicht hoch genug,irgendwo muss das Geld ja wieder reinkommen das Papa Staat die ganzen Monate verteilt hat,oder wollt ihr wieder höhere Steuern,dann ist auch wieder keiner zufrieden,irgendwas müssen sie ja machen um die infizierten Zahlen zu senken,denn so kann es ja auch nicht weiter gehen,ehrlich gesagt einen neuen Lookdown würden wir kaum überstehen,dann könnten viele ihre Tür für immer zusperren,das bringt auch nichts,wird Zeit dass die Leute begreifen wie ernst es ist und dass es kein Spaß mehr ist.

  • hilftnix am 26.10.2020 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    Large scale testing, Masken, Abstand, Regeln und Verbote den ganzen Sommer durch, Soziale Distanz, Angst seit 8 Monaten und trozdem sind die Zahlen so hoch...Fragt sich denn nimmand wieso das so ist... Vlt bringt nichts gegen ein Virus das in der Luft ist? Wenn das so wären, wären die schlauen Menschen vor uns auf diese tollen Ideen gekommen und hätten die Grippe ausgerottet. Corona, ein weltweit gescheitertes Experiment.

    • Julie am 27.10.2020 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      China, Südkorea , Singapur , Thailand, Neuseeland, ...die Liste ist lang, alle hatten das Virus und haben es besiegt (Zahlen unterhalb allen anderen Krankheiten) und zwar einfach durch Disziplin, paradoxerweise fehlt die in unseren "zivilisierten" Ländern. China erreicht trotz 3 Monaten shutdown 2020 ein Wirtschaftswachstum ! Thailand hat seit 5 Monaten nur einen Covid-Toten, anstatt ständig unsere Zahlen mit denen der direkten Nachbaren zu relativieren sollten wir einfach das Wissen von dieser Völker setzen

    • Marco am 27.10.2020 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      Diese Länder haben das nur durch drastische Massnahmen, die auch eingehalten wurden, erreicht. Bei uns wird auf die Vernunft und Mitarbeit der Befölkerung gesetzt und das scheint ein grosser Fehler zu sein.

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