In Luxemburg

30. Januar 2020 13:56; Akt: 30.01.2020 14:52 Print

Die Altenpflege in Luxemburg wird reformiert

LUXEMBURG – Familienministerin Corinne Cahen hat am Donnerstag die Reform der Pflege vorgestellt und dabei mehr Transparenz für die Angehörigen versprochen.

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CIPA und Pflegeheime werden zusammengelegt und die Preise werden klarer gestaltet. (Bild: Editpress/Tania Feller)

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Die Familienministerin Corinne Cahen (DP) hat am Donnerstag im Pflegeheim «Op der Rhum» in Luxemburg-Stadt ihren Entwurf zur Reform der Altenpflege vorgestellt. «Wir haben die Regeln und die Art und Weise, wie diese Einrichtungen arbeiten, überprüft, um die Transparenz und Qualität zu verbessern», sagte die Ministerin bei der Vorstellung. Der Dschungel aus Preisen und Dienstleistungen wurde in der Debatte um die Reform oft kritisiert.

Die wichtigste Änderung betrifft die Zusammenlegung der CIPA («Centres intégrés pour personnes âgées») und der Pflegeheime, die zu Wohneinrichtungen für ältere Menschen werden sollen. Der Unterschied zwischen den beiden Einrichtungen verschwimme zunehmend, was auch damit zusammenhänge, «dass die Menschen immer länger in ihrem eigenen Haus» blieben, erklärt Cahen die Hintergründe der Fusion.

Künftig müssen die Preise genau auflisten, was ein Heimplatz kostet und dazu angeben, welche Dienstleistungen darin enthalten sind. Extrakosten müssen auch als solche benannt werden. Das soll für Transparenz sorgen, indem diese Informationen im Internet veröffentlicht werden. Die Auslastung der Heime in Luxemburg liegt bei 98 Prozent. In Differdingen, Niederkerschen, Eischen und Esch-Raemerich entstünden derzeit neue Einrichtungen oder seien in Planung, teilte die Ministerin mit.

Luxemburgisch wird zur Pflicht

Auch die Ausbildung des Personals ist Gegenstand des Reformgesetzes. So müssen künftig 80 Prozent des Personals über einen angemessenen Abschluss verfügen. B1-Niveau Lëtzebuergësch wird zur Pflicht für die neuen Angestellten. Das Anforderungsprofil soll alle fünf Jahre überprüft werden.

Die Ministerin betonte auch, dass die Wahl der Unterbringungen den Senioren und ihren Angehörigen überlassen werden sollte. «Jeder sollte dort leben können, wo er will», sagte Cahen. Für Einrichtungen des betreuten Wohnens werden die Regeln künftig auch verschärft werden. Die Wohnungen müssen nach dem neuen Gesetz barrierefrei sein und mit Notrufsystemen ausgestattet werden.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 30.01.2020 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das hatten wir doch schon einmal luxemburgisch als Pflicht Sprache im Centre Hospital War das ja auch einmal Pflicht es war einmal

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  • Patrick am 01.02.2020 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde es richtig, die Arbeitsnemer sollen sich an das Land anpassen in dem Sie Arbeiten, Also sollen die auch Luxemburgisch lernen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick am 01.02.2020 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde es richtig, die Arbeitsnemer sollen sich an das Land anpassen in dem Sie Arbeiten, Also sollen die auch Luxemburgisch lernen.

  • Arm am 30.01.2020 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das hatten wir doch schon einmal luxemburgisch als Pflicht Sprache im Centre Hospital War das ja auch einmal Pflicht es war einmal

    • s. k. am 31.01.2020 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Bei uns steht eine Frist von 1 Jahr im Vertrag zum Niveau B1 luxemburgisch, unabhängig von der Probezeit. Es wurden auch schon Mitarbeiter entlassen, durch diese Klausel.... ältere Menschen sind keine Sprachtalente und man muss eine Sprache, die die Bewohner fliessend beherrschen

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