Hetze im Internet

10. März 2020 18:42; Akt: 11.03.2020 08:06 Print

Die Täter sind nicht zahlreich aber sehr laut

LUXEMBURG – Das Internet als «notwendiges Übel»: Betroffene teilen heute Abend beim «Crypto-Apéro» ihre Erfahrungen nach Diskriminierung und Hetze im Internet.

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(Bild: Photo by Andrea Piacquadio from Pexels)

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Meinungsmache, Diskriminierung und Hetze im Internet und daraus resultierenden Folgen für Minderheiten. Das ist heute Abend um 18.30 Uhr Thema beim Crypto-Apéro in den Rotondes.

Dabei geht auch um «Doxing», also das internetbasierte Zusammentragen und Veröffentlichen personenbezogener Daten mit zumeist bösartigen Absichten. «Minderheiten – Frauen, LGBT und Farbige – werden im Internet häufig belästigt oder doxiert, wenn sie ihre Meinung äußern», erklärt Raphaël Vinot vom Computer Incident Response Center Luxembourg (CIRCL). Dabei sind die Täter nicht unbedingt zahlreich, aber sehr laut.

Auch Luxemburg bleibt diesbezüglich nicht verschont. «Männer sind in der IT-Branche in der Mehrheit und Internetnutzer können sehr sexistisch sein», sagt Vinot. Der Spezialist führt dieses Verhalten auf die «Selbstprojektion» zurück: «Nehmen Autoren ‹die anderen› als zu präsent wahr, fühlen sie sich selbst ausgeschlossen. Sie sind der Meinung, dass das Internet ihnen gehört» sagt er, unterscheidet hier aber auch: «Einige sind rein böswillig, andere sind sich nicht bewusst, dass sie etwas falsch machen». Für ihn liegt die Lösung in der Bildung von klein auf.

(L'essentiel)

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