Wiederaufbau

19. Mai 2020 14:44; Akt: 19.05.2020 15:18 Print

Gramegna begrüßt den deutsch-​​französischen Plan

LUXEMBURG – Finanzminister Pierre Gramegna (DP) hofft auf eine europäische Lösung bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.

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Pierre Gramegna unterstützt den Vorstoß von Angela Merkel und Emmanuel Macron. (Bild: AFP/Emmanuel Dunand)

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Der am Montag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron angekündigte Rettungsplan hat ein breites Echo in der Union ausgelöst. Die Ankündigung hat bei vielen europäischen Politikern Reaktionen hervorgerufen, darunter auch beim luxemburgischen Finanzminister Pierre Gramegna (DP). «Ich begrüße von Herzen den wichtigen Beitrag Frankreichs und Deutschlands zur Einrichtung eines Europäischen Wiederaufbaufonds», sagte ein Sprecher des Finanzministers gegenüber L'essentiel. Gramengna hoffe, dass das Geld zur «Milderung der Folgen der gegenwärtigen Krise» und zur Finanzierung eines «Green Deals» verwendet werden wird.

Der deutsch-französische Plan sieht 500 Milliarden Euro vor, um der EU bei der Überwindung der Krise zu helfen, zusätzlich zu den 540 Milliarden Euro, die von der Eurogruppe zur Verfügung gestellt wurden. Das große Novum ist die Form, da zum ersten Mal gemeinsame Schulden aufgenommen werden sollen. Der Plan wird durch Darlehen der Europäischen Kommission an den Finanzmärkten realisiert, die je nach Bedarf unter den Mitgliedstaaten verteilt und global und nicht speziell von den Empfängerländern zurückgezahlt werden. Das bedeutet, dass die meisten Kosten von den reichsten Ländern getragen werden.

Alles, was bleibt, ist, die 27 EU-Mitglieder davon zu überzeugen, den Vorschlag von Merkel und Macron zu akzeptieren. Das wird die größte Herausforderung am Plan der Regierungschefs aus Frankreich und Deutschland. Denn unter den Mitgliedsstaaten gibt es einige Länder, die gemeinsamen Schulden innerhalb der EU ablehnend gegenüberstehen. Zu diesen Ländern gehören Österreich und die Niederlande. Demgegenüber stehen Länder wie Italien und Spanien, die bereits früh in der Krise eine gemeinschaftliche Anstrengung zur Bewältigung der Corona-Folgen gefordert haben. «Luxemburg unterstützt voll und ganz die gemeinsame Initiative seiner Nachbarländer, die Europa den notwendigen Impuls geben wird, um rasch zu einem gemeinschaftlichen Abkommen zu gelangen», heißt es aus dem Finanzministerium.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mores am 19.05.2020 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Déi domm Leit kennen ërem jo bezuelen, Politiker missen alles mat hirem Salairen bezuelen

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  • InKonkurs am 20.05.2020 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn's ums Geldausgeben geht zeigt Gramegna Daumen hoch.

  • Ger am 20.05.2020 01:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Steierzueler bezillt,wéi ömmer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • svendorca am 20.05.2020 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    déi eng sollen bis 70 Joer schaffen goen, an anerer drénken Wéin!..soue eppes nennt een "Dolce Vita"

  • InKonkurs am 20.05.2020 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn's ums Geldausgeben geht zeigt Gramegna Daumen hoch.

  • Ger am 20.05.2020 01:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Steierzueler bezillt,wéi ömmer.

  • Mores am 19.05.2020 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Déi domm Leit kennen ërem jo bezuelen, Politiker missen alles mat hirem Salairen bezuelen

    • Claude am 19.05.2020 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      Haal op anerer domm ze nennen...

    • svendorca am 20.05.2020 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      Franzousen machen emmer mat wann se selwer können profitéieren vun eppes..

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